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Ilsede Sanierung der Ortsdurchfahrt Thema im Radio
Kreis Peine Ilsede Sanierung der Ortsdurchfahrt Thema im Radio
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21:00 22.11.2017
Kurz vor Beginn der Aufzeichnung (v.l.): Jürgen Heuer, Ilse Fiene, Anke Genius, Otto-Heinz Fründt und Wilhelm Dävers. Quelle: Thomas Freiberg
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Gadenstedt

Thema war die anstehende Sanierung der Ortsdurchfahrt, insbesondere die Höhe der Anliegergebühren.

Gut 60 Interessierte waren gekommen. „Mindestens 80 Prozent sind betroffene Anwohner“, machte Gisela Janßen, Vorsitzende des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins (HWG) Ilsede und Region Peine, die sich in dieser Sache sehr engagiert, gegenüber der PAZ deutlich.

Vorab erklärte Moderatorin Anke Genius einiges zur Aufzeichnungspraxis, unter anderem, dass Zustimmungs- oder Unmutsbekundungen sehr wohl geäußert werden können und dass ein Radio-Kollege mit einem Mikrofon durch die Reihen geht, um Stimmen aus den Reihen der Zuschauer einzufangen.

Nachdem auch der aufgrund der Verkehrsverhältnisse ein wenig verspätete Experte Dr. Alexander Götz aus dem niedersächsischen Innenministerium eingetroffen war, begann die Aufzeichnung. Zunächst erklärte Genius kurz die Situation: Es geht um die Sanierung der ehemaligen Bundesstraße 444 auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern. Veranschlagte Kosten: 4,4 Millionen Euro, von denen ein Teil laut der Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde von den Anliegern aufgebracht werden muss. Aufgrund der Größe der anliegenden Grundstücke sind das teils erhebliche Summen.

Im Namen der Bürger nahmen Ilse Fiene von der Initiative für kommunales Leben und Anwohner Wilhelm Dävers an der Diskussion teil, die „den Betrag nicht wuppen können und große Sorgen deswegen haben“. Zudem fühlten sie sich schlecht informiert und werfen der Gemeinde Intransparenz vor. Ihnen gegenüber standen Gemeindebürgermeister Otto-Heinz Fründt und Ortsbürgermeister Jürgen Heuer.

Fründt machte deutlich, dass es sich grundsätzlich um keine ungewöhnliche Maßnahme handelt. Die Höhe der Kosten erkläre sich aus der Länge der Straße und der Tatsache, dass laut Gutachten im Boden Dinge sind, die teuer entsorgt werden müssen.

Heuer ergänzte, dass das Thema seit 1984 im Gespräch sei und immer wieder über den schlechten Zustand geschimpft werde. Nun gebe es die Möglichkeit, Zuschüsse zu bekommen. Auch im Ortsrat sei man erschrocken über die Höhe der Anliegerkosten gewesen. Man versuche, den Ausbau für die Betroffenen so günstig wie möglich zu halten.

Experte Götz wies unter anderem darauf hin, dass Ilsede eine Straßenausbausatzung hat, an die die Gemeinde sich im Sinne der Gleichbehandlung in allen Fällen halten muss. Ebenso gibt es natürlich Vorschriften für den Straßenbau, die berücksichtigt werden müssen.

Mitunter ging es sehr emotional zu, die Moderatorin musste mehrmals zu Sachlichkeit mahnen. Unter anderem wurde Fründt der Lüge bezichtigt.

Sendetermin ist heute ab 19 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen (UKW 87,8 oder 90,9 MHz).

Von Kerstin Wosnitza

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