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Ilsede SPD-Ratsherren mahnen alle Seiten zu Respekt
Kreis Peine Ilsede SPD-Ratsherren mahnen alle Seiten zu Respekt
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17:01 23.04.2018
Gemeinderatssitzung im Ilseder Rathaus: Bürgermeister Otto-Heinz Fründt zog völlig überraschend die Beschlussvorlage zur Schulentwicklung zurück. Quelle: Archiv
Ilsede

Zur Entscheidung von Ilsedes Bürgermeister Otto-Heinz Fründt, in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag den umstrittenen Beschlussvorlag zum Neubau einer Grundschule für Adenstedt, Gadenstedt und Groß Lafferde zurückzuziehen, äußern sich die SPD-Ratsherren Matthias Fischer und Jörg Gilgen.

Fischer: „Respektvolles Miteinander vorleben“

Fischer war von der Entscheidung des Bürgermeisters genauso überrascht und fassungslos, wie die meisten Anwesenden: „Die vorgebrachte Situation, dass Mandatsträger, Rathausmitarbeiter und er selbst verunglimpft und massiv angegangen worden sind, verurteile ich aufs Schärfste.“

Die Wahrnehmung von Ratsmitgliedern, dass es bei der Sitzung des Schul- und Kita-Ausschusses eine aggressive Stimmung mit Beleidigungen und Tumulten gegeben habe, könne er nicht verstehen: „Das mit Zuständen wie im Krieg zu vergleichen, ist grotesk und gegenüber den Flüchtlingen aus Kriegsgebieten bedenklich.“

Er sei bei den Sitzungen des Ausschusses und der Ortsräte Groß Lafferde und Adenstedt gewesen und habe eine „im Großen und Ganzen sehr sachliche, aber verständlicherweise auch emotionsgeladene Diskussion“ erlebt. Beifall oder Missfallensbekundungen müssten die Politiker aushalten. Respekt zolle er den Bürgern, die sich intensiv mit dem Sachverhalt befasst haben.

„Respekt und faires Miteinander sollte nicht nur von Bürgern eingefordert, sondern von den gewählten Vertretern vorgelebt werden“, sagt Fischer, der selbst für den Erhalt der Schulen ist. Er bedauert, dass nicht abgestimmt wurde, und hätte das Ergebnis respektiert. Nun werde Zeit vergeudet.

Gilgen: „Gemeinsam den Neustart wagen“

Auch Ratsherr Jörg Gilgen (SPD) hat sich zu Wort gemeldet. Er sei nach anfänglichem Frust über die Rücknahme der Vorlage mit ein paar Tagen Abstand zu der Erkenntnis gelangt, dass der Bürgermeister in der aufgeheizten Atmosphäre die richtige Entscheidung getroffen habe. „Wir sollten uns nun alle – und das gilt für Politik, Eltern und Bürger – beruhigen, gemeinsam an einem Tisch den Neustart wagen und in offenen Gesprächen, ohne Vorwürfe und mit Respekt füreinander gemeinsam an einer Lösung arbeiten“, schlägt Gilgen vor.

Ziel müsse sein, zum Wohl der Kinder eine Lösung zu finden, die nicht aus Maximalforderungen bestehe, sondern eine, mit der am Ende möglichst alle leben können. Gilgen: „Wenn das gelingt, kann aus dem bisherigen Alptraum- ein Leuchtturmprojekt für gemeinsames Handeln von Politik, Verwaltung und engagierten Bürgern werden. Ich möchte in den letzten drei Jahren meiner Ratstätigkeit einen Beitrag dazu leisten.“

Von Kerstin Wosnitza

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