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Ruhe, Kraft und Konzentration

Ilseder Ferien-Programm Ruhe, Kraft und Konzentration

Steven Opitz konzentriert sich, hebt den geschwungenen Recurve-Bogen Richtung Ziel und spannt die Sehne. Über den Pfeil visiert der Zehnjährige. Eine Sekunde, zwei, dann entlassen Zeige- und Mittelfinger die Sehne: „Getroffen“, jubelt Steven, der beim Bogenschießen des Ilseder Ferien-Programms mitmacht.

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Eins mit dem Bogen: (von links) Steven Opitz, Chantal Einling, John Marvin Stephens und Leiter Wiktor Hinkel.

Ilsede-Klein Ilsede . Gut sechs Kilo Zuglast liegen auf dem Jugendbogen. Nicht ganz leicht, das Sportgerät dabei ruhig zu halten. Genau wie der elfjährige John Marvin Stephens fasziniert ihn aber genau dieses Zusammenspiel von Kraft, Konzentration und Koordination.

Wiktor Hinkel, Leiter der Bogen-Abteilung des TV Klein Ilsede freut sich über das Interesse der Kinder: „Die Kinder sind voll bei der Sache. Disziplinprobleme hat es bisher gar nicht gegeben. Bemerkenswert ist, dass die Kinder unmittelbar die Bedeutung von Ruhe und Konzentration für erfolgreiches Bogenschießen verstehen.“

Im Schnitt waren bei den vergangenen Treffen acht bis zehn Teilnehmer dabei. „Das ist ideal, weil wir nur zehn Bögen haben. So kommen die Kinder öfter zum Schuss“, sagt Hinkel, der selbst einen fast zwei Meter hohen englischen Langbogen benutzt.

An einem Holztisch hat Arnd Rother Lederstreifen und Holzschalen mit bunten Perlen vorbereitet. Rother ist als Prärie-Indianer gekleidet. In Lederhose, kragenlosem Hemd und dem sogenannten Reservats-Hut zeigt er den Kids, wie sie schönen Indianerschmuck selbst herstellen können. „Kleine Ketten oder Halsbänder haben die Kinder in zehn Minuten fertig. Selbst herstellen und gleich benutzen – sowas bleibt in Erinnerung und schafft Selbstvertrauen“, sagt der ruhige Indianistiker, der sich bereits seit seinem siebten Lebensjahr leidenschaftlich für die amerikanischen Ur-Einwohner interessiert. Oft hält er auch an Schulen Vorträge über Leben und Geschichte der Indianer.

„Der Reservats-Hut wurde den Indianern von den Weißen vorgeschrieben. Ein Akt der Demütigung und kultureller Entwurzelung“, erklärt er. John Marvin, Steven und die neunjährige Chantal Einling fädeln Perlen und Knochenstückchen auf ihren Schmuck und stellen Rother immer wieder Fragen zu den Indianern. „Die Indianer haben sich aus der Natur nur genommen, was sie brauchten, den Rest haben sie gelassen. Das gefällt mir“, sagt Steven.

wu

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