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Ilsede Politiker sehen gute Argumente für Schulneubau
Kreis Peine Ilsede Politiker sehen gute Argumente für Schulneubau
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17:00 28.10.2017
Für die recht neue Grundschule Drachenstark in Edemissen gelten ähnliche Voraussetzung wir für einen möglichen Neubau in der Gemeinde Ilsede. Quelle: Archiv
Ilsede

Im Ausschuss für Schulen und Kindertagesstätten der Gemeinde Ilsede wurde die Empfehlung zum Thema Schulneubau zwar einstimmig verschoben und die Verwaltung mit der Überarbeitung und Konkretisierung der Vorlage beauftragt (PAZ berichtete), aber dennoch gaben Politker Statements zu dem Thema ab.

Viele von ihnen gingen explizit auf die bei der Infoveranstaltung am 17. Oktober zusammengetragenen Anregungen und Bedenken ein, die schriftlich fixiert wurden und während der Ausschussitzung an einer Stellwand zu sehen waren.

Ilse Schulz (Freie Bürger Ilsede), selbst pensionierte Sonderschullehrerin, betonte, dass die Pädagogik im Mittelpunkt stehen sollte. Die Rahmenbedingungen ändern sich, dem müssten sich Schulen anpassen und sich immer weiter entwickeln. Bei der Vorlage der Verwaltung handele es sich um Pläne, die sich für einen konstruktiven Dialog gut eignen. Sie schlug vor, sich bereits gebaute Schulgebäude anzuschauen und brachte dabei die Grundschule Drachenstark in Edemissen ins Gespräch, für die die Voraussetzungen ähnlich sind. Der Vorschlag wurde aufgenommen.

Werner Bethmann (SPD) griff die Kritik an den noch nicht exakt kalkulierten Kosten für die Sanierung der Alt-Gebäude auf und wies darauf hin, dass es bei Bauprojekten dieser Größenordnung immer Unwägbarkeiten gebe. „Alte Gebäude bleiben aber alte Gebäude, da werden immer wieder neue Kosten auf uns zukommen“, sagte er. Er hält den Neubau langfristig für die günstigere Lösung. Am Beispiel von Bülten, wo er Ortsbürgermeister ist und wo die Grundschule schon vor einigen Jahren geschlossen wurde, machte er deutlich, dass das Gemeinschaftsleben nicht leiden muss. Im Gegenteil: Das im ehemaligen Schulgebäude untergebrachte Bürgerzentrum sei ein großer Gewinn.

Die Grüne Stefanie Weigand wies darauf hin, dass der Rat eine Entscheidung nicht nur für drei Dörfer, sondern für die ganze Gemeinde für mehrere Jahrzehnte treffen müsse, und sie sehe in einer größeren Schule viele Vorteile. Sie betonte, dass derzeit an allen Grundschulen in der Gemeinde eine hervorragende Arbeit geleistet werde. Sie habe aber die Sorge, dass es in der Zukunft schwer sein könnte, junge Kollegen zu gewinnen. Zudem verteilt sich die Arbeit in einer größeren Schule auf mehrere Schultern.

„Ist es realistisch, drei Schulen gleichzeitig bei laufendem Betrieb umfassend umzubauen? Und wäre das Ergebnis nicht nur Stückwerk?, gab Marcus Seelis (CDU) zu bedenken. Sowohl im Falle eines Neubaus als auch einer Sanierung der alten Gebäude müsse viel Geld in die Hand genommen werden. Um die Busproblematik müsse man sich im Falle eines Neubaus rechtzeitig im Vorfeld kümmern. Für die Nachnutzung der bisherigen Schulgebäude könnten gemeinsam mit den Ortsräten Konzepte entwickelt werden. Er hält einen Neubau für das Beste für die Kinder.

Jörg Gilgen (SPD) wies darauf hin, dass das Thema Schulentwicklung schon in Alt-Lahstedt hätte angegangen werden müssen. „Es fehlte an Geld, Mut und Kompetenz“ sagte er.

Der Linke Örsen Savas, der im Ausschuss nicht vertreten ist, spricht sich in einer Pressemitteilung klar für den Erhalt der Schulen aus. Das sei kostengünstiger, habe Vorteile für die Umwelt und erhalte die Attraktivität der Dörfer.

Von Kerstin Wosnitza

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