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Ilsede Ortsdurchfahrt wird teurer als bisher gedacht
Kreis Peine Ilsede Ortsdurchfahrt wird teurer als bisher gedacht
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17:00 21.09.2018
Die Gadenstedter Ortsdurchfahrt soll saniert werden. Quelle: Archiv
Groß Ilsede

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Gadenstedt wird teurer, als von der Verwaltung zunächst kalkuliert – das teilte der Bürgermeister der Gemeinde Ilsede, Otto-Heinz Fründt (SPD), am Donnerstagabend in der Sitzung des Gemeinderates mit. Ein Raunen ging durch die Reihen der Zuschauer, als Fründt in der Einwohnerfragestunde auf Nachfrage sagte, die Anwohner müssten mit 25 Prozent höheren Kosten rechnen.

Kein Angebot bei erster Ausschreibung

Auf die erste Ausschreibung der Baumaßnahme gab es kein einziges Angebot (PAZ berichtete). Im zweiten Anlauf gab es zwei Angebote, doch auch das günstigere liegt deutlich über der Kostenschätzung der Verwaltung. Sie war für den ersten Bauabschnitt von Meschestraße bis Lindenplatz von 3,24 Millionen Euro ausgegangen, das Angebot der Baufirma liegt bei 3,6 Millionen Euro.

Steigerung der umlagefähigen Kosten

Da die Fördersumme des Landes in Höhe von 1,5 Millionen Euro fix ist und die Kostensteigerungen den Straßenbau stärker betreffen als die Kanalarbeiten (die Kosten hierfür trägt der Wasserverband Peine), ergibt sich die Steigerung der umlagefähigen Kosten. Laut Fründt müsse auch die Gemeinde Ilsede deutlich tiefer in die Tasche greifen als zunächst gedacht.

Auftrag soll vergeben werden

Der Verwaltungsausschuss hat beschlossen, den Auftrag dennoch zu vergeben. Es sei nicht ratsam, die Arbeiten aufzuschieben, denn dann würde die Förderung ebenso wegfallen wie der Synergieeffekt, der sich daraus ergibt, dass der Wasserverband wegen der neuen Kläranlage die Kanalleitung erneuert. Bauen sei wegen der guten Auftragslage der Firmen insgesamt im Moment teuer, erläuterte Fründt.

Straßenausbau-Beiträge bleiben vorerst

Die betroffenen Bürger können sich keine Hoffnung auf eine schnelle Abschaffung der Straßenausbau-Beiträge machen. Auf Nachfrage von Maren Zacharias von der Bürgerinitiative „Wir für Gadenstedt“ sagte Fründt, dass es derzeit in Ilsede keine konkreten Überlegungen in dieser Richtung gebe. Man könne auch nicht pauschal sagen, wie viel höher bei einer Änderung des Systems die Grundsteuer angesetzt werden müsse. „Dafür sind sehr komplexe Berechnungen nötig“, machte Fründt deutlich.

Die Bürger regten eine zeitnahe Anliegerversammlung zu diesem Thema an. Dies sagte der Bürgermeister zu.

Weitere Themen

Für das „Wohnquartier Rittergut Gadenstedt“ soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das hat der Gemeinderat am Donnerstag beschlossen – ebenso wie die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans. Auf dem Gelände will ein Investor aus Altbestand und Erweiterungsfläche ein generationsübergreifendes Wohnprojekt umsetzen.

Ebenfalls beschlossen wurde die Aufstellung des Bebauungsplans Hindenburgstraße in Groß Lafferde. Hier geht es um innerörtliche Nachverdichtung.

Der Kinderspielplatz „Am Schulhof“ wird verkauft, der Erlös fließt der Spielplatzentwicklung in der Ortschaft zu.

Das vorgelegte Spielplatzkonzeptes in Bülten soll umgesetzt werden.

Der Jahresabschluss 2012 für Alt-Lahstedt wurde festgestellt.

Alle Entscheidungen wurden einstimmig mit wenigen Enhaltungen getroffen.

Von Kerstin Wosnitza

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