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Online-Abzocke: „Heiratswillige Frauen aus Russland“

Ilseder warnt Online-Abzocke: „Heiratswillige Frauen aus Russland“

Beinahe reingefallen wäre ein Rentner aus Ilsede, der unerkannt bleiben möchte, auf eine Abzocker-Masche im Internet: Eigentlich wollte er sich über eine Online-Dating-Plattform mit einer Frau aus Russland verabreden – und sollte dann rund 1400 Euro dafür bezahlen. Darauf ging er nicht ein, möchte aber andere vor dieser Masche warnen.

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Dating-Portale im Internet sind beliebt, aber oft unseriös.
 

Quelle: Thomas Freiberg

Ilsede.  Nach 37 gemeinsamen Ehejahren verstarb die Frau des Ilseders, woraufhin dieser sehr unglücklich war. „Irgendwann dachte ich mir, dass das so nicht weitergeht. Also habe ich mich auf Online-Singlebörsen umgeschaut“, so der Rentner. Nach einigen Tagen auf einer größeren Dating-Seite erhielt er Mails von Frauen, die sich „Elena“, „Olga“ oder „Rita“ nannten. „Der Text hatte immer den gleichen Inhalt. Die Absenderinnen behaupteten, aus Russland zu kommen und einen Mann in Deutschland zu suchen. Es fielen mir Unstimmigkeiten auf: Zum Beispiel war im Detail zu erkennen, dass auf den verschiedenen Fotos eines Profils wohl nicht immer die gleiche Person zu sehen ist“, sagt der 68-Jährige.

Dennoch ließ er sich auf einen E-Mail-Kontakt mit einer der angeblichen heiratswilligen Frauen ein. „Irgendwann hieß es, dass sie mich gerne treffen würde, aber etwa 1400 Euro für die Reise nach Deutschland von mir bräuchte.“ Diese Kosten erschienen dem Rentner viel zu hoch. „Darum habe ich klarstellen wollen, dass ich auf keinen Fall Geld bezahlen werde – erst recht nicht, wenn ich die Frau gar nicht kenne und diese womöglich nicht einmal existiert.“

Er stellte seinerseits den E-Mail-Kontakt ein, Nachrichten mit der Bitte um das Reisegeld kamen trotzdem weiterhin. „Es gibt bestimmt Menschen, die auf diese Masche reinfallen – sonst würden es die Abzocker ja nicht immer wieder versuchen. Dann bezahlen die Männer viel Geld, sehen die Frau aber nie“, vermutet der Ilseder.

Derartige Betrugsmaschen gebe es auf Online-Singlebörsen häufig, wie Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt. „Ich gehe davon aus, dass es eine große Dunkelziffer gibt, da die Betroffenen in den meisten Fällen nicht gern darüber sprechen“, sagt sie. Vor allem osteuropäische Länder seien ein „Klassiker“, wenn es um die Herkunft der Frauen geht, die sich als falsche Profile zur Abzocke auf den Dating-Plattformen entpuppen.

„Strafanzeigen werden in solchen Fällen zwar öfter gestellt, aber meist laufen sie ins Leere“, sagt die Verbraucherschützerin.„Letztendlich sollte man grundsätzlich die Finger von Kontakten lassen, die nicht ortsnah sind und bei denen nicht sichergestellt werden kann, dass es diese Menschen wirklich gibt“, betont Körber.

Von Dennis Nobbe

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