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Ölsburgerin verärgert über „Geldverschwendung“

Agentur für Arbeit Ölsburgerin verärgert über „Geldverschwendung“

Frauke Scholz aus Ölsburg ist gelernte Fachfrau für Informationstechnologie und nach etwa 30 Berufsjahren seit dem 1. November 2015 arbeitslos, finanzielle Unterstützung erhält sie keine mehr. Nun wurde sie von der Agentur für Arbeit zu der Teilnahme an der viermonatigen Maßnahme „Da geht noch was“ bei der Oskar-Kämmer-Schule aufgefordert – aber mit den Themen der Maßnahme kennt sich Scholz wegen ihrer Berufserfahrung sowieso bestens aus.

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Der Agentur für Arbeit Hildesheim wird vorgeworfen, unnötige Schulungen zuzuweisen und somit Geld zu verschwenden.
 

Quelle: Privat

Ölsburg.  In der Maßnahme ging es unter anderem um den richtigen Umgang mit dem Computer sowie Bewerbungstraining und Projektarbeit – das sind genau die Themen, mit denen sich Frauke Scholz aufgrund ihrer beruflichen und schulischen Laufbahn jahrelang beschäftigt hat. Zu Beginn hat Scholz an der Maßnahme teilgenommen, nach Rücksprache brach sie diese aber schnell wieder ab. Nun fragt sie sich, warum sie mit ihrer Qualifikation und langjährigen Berufserfahrung an einer solchen Maßnahme mit erheblichen Kosten teilnehmen musste. Das Ärgerliche: Sie sei nicht die Einzige im Kurs gewesen, die diese Dinge beherrschte, betont die Ölsburgerin.

Grundsätzlich stellt Frauke Scholz die Qualifizierungsmaßnahme nicht in Frage. „Für Teilnehmer, die nicht mit dem Computer umgehen können, macht es durchaus Sinn, und für diese finde ich die Maßnahme auch sehr gut“, sagt sie.

Allerdings wünscht sich die Ölsburgerin, dass man sich bei der Agentur Gedanken mache, für welche Personengruppen diese Maßnahmen zielführend seien, und welche Unterstützung den Einzelnen beim (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben helfe. Scholz sei es wichtig, dass man verantwortungsvoll mit den öffentlichen Geldern umgehe.

Agentur für Arbeit weist Vorwurf der Geldverschwendung von sich

Julia Cirksena-Czichon, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Hildesheim, geht von einem Einzelfall aus. „Wenn jemand über mehrere Monate keine Stelle findet, prüfen die Vermittlungsfachkräfte gemeinsam mit dem Kunden Alternativen. Zu möglichen Alternativen zählen auch Weiterbildungen, um Kenntnisse an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes anzupassen oder Maßnahmen, um Perspektiven oder alternative Tätigkeiten aufzuzeigen“, sagt sie und weist damit den Vorwurf der Geldverschwendung von sich.

Es werde aber versucht, jeden Kunden bestmöglich zu unterstützen. Deshalb würden auch die Gelder möglichst zielführend eingesetzt werden.

Von Antje Ehlers

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