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Ilsede Ölsburger Paar hat Deutsch-Lernbuch für Flüchtlinge selbst vertont
Kreis Peine Ilsede Ölsburger Paar hat Deutsch-Lernbuch für Flüchtlinge selbst vertont
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11:57 19.12.2015
Frauke Scholz hat zusammen mit ihrem Mann Jörg ein Deutsch-Lernbuch für Flüchtlinge vertont. Die Audio-Dateien gibt es auf der PAZ-Internetseite kostenlos zum Download. Quelle: mir

Frauke Scholz betreut seit Anfang des Jahres einen iranischen Flüchtling. „Ich wollte aktiv werden. Ich bin gerade arbeitslos und habe nach einer Aufgabe gesucht“, schildert die 53-Jährige aus Ölsburg offen.

Bei einer Besprechung der ehrenamtlichen Helfer in der Gemeinde Ilsede kam dann der Vorschlag, sich um den jungen Iraner zu kümmern. Scholz nahm sich der Aufgabe an, half bei der Suche nach einem Job und einer Wohnung - und nicht zuletzt beim Lernen der deutschen Sprache. „Er hat bereits einen Deutschkurs gehabt, allerdings nur 60 Stunden“, schildert sie. Dennoch habe der 27-Jährige bereits viel gelernt. Er sei sehr interessiert und habe sich viel über Internet und Bücher selbst beigebracht. „Wir schreiben auch über WhatsApp“, sagt Scholz mit einem Lachen.

Während also das Schriftliche bereits sehr gut funktioniert, gebe es mit der Aussprache noch Probleme. „Umlaute wie ä, ö und ü sind sehr schwer für ihn“, hat Scholz erfahren. Deshalb hatte sie die Idee, das Deutsch-Lernbuch, das beispielsweise den Menschen mit seinen Organen behandelt oder Lebensmittel sowie Institutionen wie Polizei und Feuerwehr abbildet, zu vertonen. Eingesprochen hat die Wörter ihr Mann Jörg Scholz. Nach jedem Wort gibt es eine Pause, in der man die Aussprache selbst üben kann, bevor es weiter zum nächsten Begriff geht.

Ihr Schützling habe mit den Audio-Dateien gute Erfahrungen gemacht, freut sich Scholz. „Er setzt sich jeden Abend hin und geht eine ganze Seite durch, bis er es kann.“ Nun möchte sie, dass auch andere davon profitieren - die Dateien gibt es zum kostenlosen Download unter diesem Text.

Derweil geht es für den jungen Iraner auch an anderer Stelle voran: „Wir haben vielleicht bald einen Job für ihn als Helfer in einem Elektrikbetrieb. Er kann es nicht leiden, nur herumzusitzen“, schreibt die Ölsburgerin. Zudem versuchen sie, seine Ausbildung zum Elektriker sowie ein Studium - beides habe er bereits im Iran absolviert - in Deutschland anerkennen zu lassen. Manchmal sei das alles sehr anstrengend, sagt Scholz. „Aber wenn etwas klappt, dann freue ich mich für ihn. Und die Arbeit macht Spaß.“

Längst ist zwischen den beiden eine Freundschaft entstanden. Man besucht sich gegenseitig, geht gemeinsam mit der ganzen Familie essen. Manchmal kann man mit einfachen Ideen einfach ganz viel bewegen.

Hier können Sie die Mp3-Audio-Dateien herunterladen (Zip-Datei, 146MB)

mir

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