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Neues aus Entenhausen

Ilsede Neues aus Entenhausen

Sieben Entensprösslinge wurden gestern aus ihrem nassen Gefängnis auf dem Hüttengelände gerettet. Wahrscheinlich Nahrungssuche waren sie mit ihren Eltern in das mit Wasser gefüllte Kühlturmfundament gewatschelt und nicht mehr herausgekommen.

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Anfangs war Entenretter Michael Jaksch noch mit zwei Keschern im Tümpel unterwegs – dies erwies sich jedoch schnell als die falsche Taktik. Nach etwa einer Dreiviertelstunde hatte er dann jedoch alle Tiere gerettet.

Quelle: im

Ilsede . Langsam watet Michael Jaksch durch den Tümpel und steuert mit einem langen Kescher die kleine schwarze Ente am Rand an. Gekonnt gleitet er mit dem Netz unter Wasser immer näher und lässt dann blitzschnell das Hilfsgerät nach oben schnellen. Geschafft! Das erste putzige Gefiederknäuel ist gerettet. Am Rand steht Michael Grabsch, Geschäftsführer des Zweckverbandes Ilsede/Lahstedt, und applaudiert.

„Eine Frau hatte am Donnerstag beim Spazierengehen mit ihrer Tochter die Enten entdeckt“, erläutert Grabsch. Für ihn war sofort klar: Da müssen wir helfen – ähnlich wie schon vor zwei Jahren, als ebenfalls Enten in dem Tümpel gelandet waren.

Es wurde kurz überlegt, wie man es angeht und ist dann auf den Bauhof-Mitarbeiter Michael Jaksch gekommen – einen leidenschaftlichen Angler. Und der Adenstedter hat nicht eine Sekunde gezögert. Obwohl er eigentlich frei hatte, ist er mit seiner Ausrüstung zum mit Wasser gefüllten Fundament eines ehemaligen Kühlturms gekommen, in dem die Tiere gefangen waren.

„Wer Fische fangen kann, bekommt auch Enten zu fassen“, gibt sich der 42-Jährige anfangs optimistisch. Doch die Entenpökse sind clever – obwohl die Tierfamilie zur Ordnung der Gänsevögel gehört.
Doch von wegen „dumme Gans“ – immer wieder tauchen die winzigen Federwesen gekonnt ab. Die Taktik von Jaksch sollte sich jedoch als richtig erweisen. „Wichtig ist, die Tiere zu trennen und sich dann jeweils auf eine Ente zu konzentrieren“, erläutert der Adenstedter.

Taucht der kleine Freiheitskämpfer unter, patscht Jaksch mit dem Kescher vehement auf das Wasser. „So treibe ich das Tier vorsichtig vor mir her“, erläutert der Angler. Weil der gefiederte Freund dabei immer müder wird, kann sich Jaksch wenig später mühelos anschleichen, und den Winzling retten.

So ganz mühelos ist die Sache dann natürlich doch nicht. Das Wasser im Tassentümpel steht dem Retter zwar nicht bis zum Hals, aber bis zum Oberschenkel – und in seiner Wathose kommt er nur langsam voran. Aber am Ende geht die Strategie auf und nach etwa einer Dreiviertelstunde sind alle Enten gerettet. Vorsichtig werden sie von Jaksch in dem benachbarten Tümpel ausgesetzt. „Hier kommen sie von alleine wieder raus“, ist er sich sicher.

Wenig später findet sich eine Ente auf dem Wasser ein. Ganz vorsichtig ziehen sich Grabsch und Jaksch zurück. „Ich habe die Hoffnung, dass die Familienzusammenführung geklappt hat“, sagt der Geschäftsführer des Zweckverbandes. Genährt wird diese durch das freudige Fiepen der sieben Federzwerge: endlich frei.

mu

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