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Ilsede Münstedt nimmt Abschied von in Ägypten erstochener Frau
Kreis Peine Ilsede Münstedt nimmt Abschied von in Ägypten erstochener Frau
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12:11 28.07.2017
Münstedt nahm in einem Trauergottesdienst Abschied. Quelle: Archiv/dpa
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Ilsede/Hurghada

Bei den Familien und Freunden habe sich schon bei den ersten Bildern aus Ägypten die Angst eingestellt. „Die Nachricht gegen Mitternacht brachte keine Erlösung, nur schockierende Gewissheit.“

Für das zweite Opfer, eine 56-jährige Frau aus Edemissen bei Peine, wird es am Montag (31. Juli) ebenfalls einen Abschiedsgottesdienst geben, teilte der Kirchenkreis mit. Die Beisetzung finde direkt im Anschluss an den Gottesdienst statt. Ein Attentäter hatte die beiden Frauen vor zwei Wochen im ägyptischen Badeort Hurghada am Roten Meer am Hotelstrand erstochen.

Die Einschläge unberechenbarer Gewalt kämen bedrohlich nahe, sagte Schmager laut Redemanuskript. „Nichts und niemand kann uns doch auf so etwas vorbereiten.“ Ein Gefühl tiefer Verunsicherung greife um sich. In dem Gottesdienst in der Münstedter Kirche rief die evangelische Theologin dazu auf, sich nicht von der Angst vereinnahmen zu lassen oder auf falsche Sicherheiten zu setzen. „Die vermehren am Ende nur das Misstrauen und machen die Lebensangst übergroß.“ Eine gewisse Unsicherheit gehöre zum Leben.

Ingrid M. sei von vielen als ein furchtloser von Lebensfreude und Lebensmut erfüllter Mensch beschrieben worden, sagte Schmager. In der tiefen Trauer und Anteilnahme so vieler Menschen spiegelten sich demnach nicht nur die Ängste, die ein heimtückischer Anschlag auslöse, sondern auch das, was das Leben und Wesen von ihr ausgemacht habe.

Der Attentäter, ein 28-jähriger Student, war auf den Strand zugeschwommen. Mit einem Messer stach er auf mehrere Badegäste ein. Neben den beiden Todesopfern aus Niedersachsen starb am Donnerstag eine von vier weiteren Verletzten, eine Touristin aus Tschechien. Der Täter konnte noch vor Ort überwältigt und festgenommen werden. Nach Medienberichten, die sich auf Angaben aus ägyptischen Sicherheitskreisen berufen, soll die Tat von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Auftrag gegeben worden sein.

lnb

Hubertus Heil, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Gifhorn-Peine und Generalsekretär der SPD, besuchte am Donnerstag den landwirtschaftlichen Betrieb von Christian Stoewenau und seiner Familie in Gadenstedt. Ebenfalls mit dabei waren Dr. Wilhelm Priesmeier, agrarpolitischer Sprecher der SPD, sowie Landvolk-Vorsitzender Wilfried Henties.

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