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Ilsede Machbarkeitsstudie: Elternvertreter vermisst Neutralität
Kreis Peine Ilsede Machbarkeitsstudie: Elternvertreter vermisst Neutralität
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23:11 24.08.2017
Rund 100 Menschen waren am Mittwochabend zum Fototermin in Adenstedt gekommen. Quelle: Birthe Kußroll-Ihle
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Adenstedt

Nach einem gemeinsamen Fototermin auf dem Adenstedter Schulhof, zu dem rund 100 Ilseder kamen, informierten sich rund 25 Bürger im Gemeindehaus über die zukünftige Schulentwicklung in der Gemeinde.

Gemeinde-Elternvertreter Cord Pape sprach die von der Gemeinde beauftragte Machbarkeitsstudie und den Architekten-Vortrag dazu im Schulausschuss an, bei dem er Neutralität vermisst habe. Denn: Das damit befasste Architektur- und Planungsbüro in Hannover sei Spezialist für Passivhäuser. Das gleichwertige Interesse am Erhalt der Altbauten, so Pape, sei aufgrund der nicht erwähnten Möglichkeiten der Gebäude nicht erkennbar gewesen.

So stehe zum Beispiel in der Adenstedter Schule die Wohnung im ersten Stock leer, die Platz für zusätzliche Unterrichtsräume bieten könne. In Groß Lafferde sei ein zweites Gebäude vorhanden, das technisch ausgestattet werden könnte, wenn man Geld in die Hand nehme. Das gelte auch für den Brandschutz. Zudem gebe es Fördertöpfe für den Denkmalschutz.

Die Bürger tauschten sich zur Schulentwicklung im Gemeindehaus aus. Quelle: Birthe Kussroll-Ihle

Bei den jüngst in Gadenstedt und Adenstedt stattgefundenen Schulinspektionen hätten beide Schulen hervorragend abgeschnitten. Und: Das pädagogische Konzept für den Ganztagsbetrieb in Groß Lafferde sei genehmigt. Zur durchgeführten Elternbefragung stellte Pape fest: Nur 30 Prozent der Eltern hätten sich daran beteiligt. Daraus ergebe sich kein Argument für einen zentralen Neubau.

„Wir haben eine Haushaltssperre in Ilsede“, sagte Pape und fügt hinzu: Der Zukunftsvertrag verpflichte Ilsede und das ehemalige Lahstedt, von den Schulden herunterzukommen. Ein Bürger warf mit Blick auf die Kosten eines Zentralneubaus ein, man brauche keine „Otto-Heinz-Fründt-Gedächtnis-Schule“.

Ein Zuhörer gab hinsichtlich der Schülertransporte zu bedenken, dass immer mehr Fünfjährige eingeschult würden. „Die kleinen Menschen fühlen sich von größeren Schülern oft eingeschüchtert, steigen schon mit Angst in den Bus“, so ein weiterer Bürger.

Von Birthe Kußroll-Ihle

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