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La Ola schwappt durchs Seniorenheim

Ilsede La Ola schwappt durchs Seniorenheim

Sie ließen die La-Ola-Welle schwappen und machten den Aufenthaltsraum im Ilseder Seniorenheim Am Markt spontan zur Bühne. Die „Dorfrocker“ füllen mit ihrer Mischung aus Volksmusik und Rock’n’Roll sonst ganze Hallen. Gestern begeisterten sie etwa 30 Senioren. Bei denen sind die Brüder bekannt aus Funk und Fernsehen.

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Die Dorfrocker auf Stipvisite im Ilseder Seniorenheim Am Markt.

Quelle: im

Ilsede-Groß Ilsede. „Wir machen stimmungsorientierte Musik, eine Mischung aus traditioneller Volksmusik und Rock“, erklärt Tobias Thomann den Stil der Dorfrocker. Sie machen Musik, die oft in Festzelten oder Skihütten die Gaudi bringt. Die Dorfrocker, Markus, Tobias und Philipp, sind eine feste Größe im Musikzirkus der Volksmusik. Gestern besuchten sie ihre Fans im Ilseder Seniorenheim Am Markt.

Vermittelt hatte den Auftritt der Hotelier Thomas Heidutzek, dessen Großtante dort wohnt. „Ich habe die drei vor zwei Jahren bei einem Konzert kennengelernt. Als ich hörte, dass sie ein Konzert in Hannover geben, habe ich sie gebeten, kurz hierherz kommen“, sagt er.

„Wir sind alle gespannt und freuen uns auf den Auftritt“, sagt Ergotherapeutin Agnieszka Marschall ein paar Minuten, bevor die Dorfrocker auftreten sollen. Bis zum Auftritt dauert es dann aber noch eine Weile, denn die Musiker stehen im Stau. Die Wartezeit vertreiben sich die Senioren schon einmal, indem sie selbst Lieder anstimmen.

Als es dann endlich losgeht, sind die Heimbewohner schnell von dem Trio begeistert. Markus (30), Tobias (26) und Philipp (20) sehen aus wie Wunschschwiegersöhne oder liebe Enkel. Sofort reagieren die Zuhörer auf die Aufforderung, den Rhythmus der Lieder mitzuklatschen und haben Spaß an der La-Ola-Welle zu „Und ab geht die Luzzzi“.

„Die Laola ist so ähnlich wie Ihre Frühgymnastik, das kennen Sie ja“, sagt Tobias – es ist üblich, dass sich die Brüder Thomann beim Vornamen nennen lassen. Nach dem Auftritt geben die Dorfrocker geduldig und freundlich Autogramme, plaudern mit den Senioren und lächeln auf den Gruppenfotos.

Berührungsängste mit dem Publikum haben sie nicht. „Ich habe meinen Zivildienst in einem Krankenhaus geleistet, daher kenne ich die Klientel ein wenig“, sagt Tobias. „Der Auftritt hat einen hohen Wert für die Bewohner. Davon werden sie bestimmt oft erzählen“, sagt Pflegedienstleiterin Danuta Mrochen.

„Tobias und ich haben als Kinder zusammen bayerische Volksmusik gespielt, aber irgendwann hatten wir darauf keine Lust mehr. Dann haben wir in einer Rock-Coverband gespielt, aber immer nur Lieder nachzuspielen hat uns dann auch nicht gefallen“, sagt Markus – nun schreiben sie eigene Stücke.

Wiebke Schwarze

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