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Ilsede Kugelwasserturm: Streichert greift Schulz an
Kreis Peine Ilsede Kugelwasserturm: Streichert greift Schulz an
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11:00 28.02.2012
Der sanierungsbedürftige Kugelwasserturm auf dem ehemaligen Hüttengelände. Grünen-Politiker Streichert (re.) will ihn unbedingt erhalten. Quelle: A

Ilsede. „Wieder einmal wird von den Freien Bürgern versucht, mit falschen Erklärungen eine emotionale Debatte zu entfachen, für die es keine Grundlage gibt“, sagt Jürgen Streichert von den Ilseder Grünen. „Eine Diskussion über den Abriss des Kugelwasserturms mag es in der FBI geben, im ehemaligen Planungsverband Ilseder Hütte wurden dagegen bisher schon diverse Überlegungen angestellt, wie der Turm saniert werden kann.“

Rückblick: Im Hinblick auf die heutige Sitzung des Ilseder Verwaltungsausschusses, in der sich Bürgermeister Wilfried Brandes grünes Licht für die Sanierung des Ilseder Wahrzeichens holen will, hatten die Freien Bürger eine direkte Beteiligung  an der Entscheidungsfindung „Abriss oder Erhalt des Industriedenkmals“ gefordert. Es dürfte nicht zu ähnlich „intransparenten Vorgängen“ wie damals in der Debatte um den Abriss der Dampfzentrale kommen, bekräftigte FBI-Chefin Ilse Schulz in der PAZ.

„Die Verknüpfung zur Dampfzentrale ist ein völlig unzulässiger Vergleich“, findet Streichert. Der Kugelwasserturm stehe unter Denkmalschutz, und damit sei der Eigentümer, in diesem Fall sind das die Gemeinden Ilsede und Lahstedt, zum Erhalt verpflichtet. Der Finanzierungskosten-Anteil für die Gemeinde von mindestens 180 000 Euro würde sich auf einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren verteilen und sich damit im Bereich von etwa 10 000 Euro jährlich bewegen.

„Daneben ist der Kugelwasserturm zusammen mit der Gebläsehalle das einzige nennenswerte öffentliche Baudenkmal in Ilsede und inzwischen ein bedeutendes Wahrzeichen geworden“, sagt Streichert. „Als Mehrheitsparteien SPD/GRÜNE im Ilseder Rat haben wir uns schon vor der Wahl für den Erhalt ausgesprochen, und wir werden alles unternehmen, um diese Absichtserklärung in die Tat umzusetzen.“

Dabei setze man auch auf die Unterstützung durch verschiedenste Institutionen, das Land sowie Privatleute. „Hierbei ist Kreativität gefragt, wie das auch in Groß Lafferde mit dem dortigen Wasserturm in vorbildlicher Weise gelungen ist“, unterstreicht der Ilseder Ratsherr. „Eine Abrissdiskussion, wie sie jetzt von der FBI und der CDU entfacht wird, ist dabei völlig destruktiv.“

mu