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Kugelwasserturm: Abriss oder Erhalt des Industriedenkmals?

Ilsede Kugelwasserturm: Abriss oder Erhalt des Industriedenkmals?

Mittelfristig einsturzgefährdet ist der Kugelwasserturm auf dem Ilseder Hüttengelände. Seit Jahren wird kontrovers diskutiert, ob das Industriedenkmal erhalten oder abgerissen werden soll. Am Dienstag könnte im Verwaltungsausschuss eine Vorentscheidung fallen. Die Freien Bürger Ilsede, FBI, wollen das Thema jedoch nicht nur auf der politischen Bühne diskutieren. Sie fordern eine Bürgerbeteiligung.

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Der Kugelwasserturm gilt als Wahrzeichen der Gemeinde Ilsede. Er ist jedoch mittelfristig einsturzgefährdet.

Ilsede. „Unbestritten ist, dass der Kugelwasserturm auf dem ehemaligen Gelände der Ilseder Hütte als Wahrzeichen über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus bekannt ist“, sagt Ilse Schulz von den Freien Bürgern Ilsede, FBI. Aber das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk ist eben auch einsturzgefährdet. Bis zu 900 000 Euro könnte die dringend notwendige Sanierung nach neuesten Schätzungen kosten. Und obwohl sich Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD) um Fördermittel bemüht (siehe Hintergrund), würde der Eigenanteil der Gemeinde sicherlich bei mehreren hunderttausend  Euro liegen.

„Für die Freien Bürger gerät die Kommunalpolitik als die zur Entscheidung verpflichtete Instanz in das ,Dilemma‘ der Abwägung auf dem Hintergrund einer hohen kommunalen Verschuldung“, sagt Schulz. „Das Spannungsfeld ist gekennzeichnet durch die Verantwortung zur Bewahrung historisch bedeutsamer Objekte wie eben dem Kugelwasserturm und die Verpflichtung zur Sparsamkeit.“

Die FBI fordere deshalb bei dem „emotional hoch beladenen Thema Kugelwasserturm“ eine umfassende öffentliche Diskussion und die Beteiligung der Ilseder Bürger an der Entscheidungsfindung. „In schlechter Erinnerung haben wir noch die intransparenten Vorgänge im Planungsverband um den Abriss der Dampfzentrale. Die damalige Taktiererei hat das politische Klima im Rat und das Vertrauen bei den Bürgern beschädigt. Das darf sich nicht wiederholen“, warnt Schulz.

Nach den abschließenden Verhandlungen mit potenziellen Zuschussgebern und nach Offenlegung aller Fakten sollten alle im Rat vertretenen Parteien und Gruppierungen gemeinsam mit den Bürgern eine Entscheidung treffen, die danach konsequent umgesetzt wird, schlagen die Freien Bürger vor.

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Fördergeld von Bundesstiftung Umwelt?

Um den Eigenanteil der voraussichtlich 900 000 Euro teuren Sanierung des Kugelwasserturms möglichst gering zu halten, wird nach Fördermitteln gesucht. Potentester Geldgeber könnte dabei die Deutsche Bundesstiftung Umwelt sein, deren Stiftungskapital aus dem Verkauf der bundeseigenen Salzgitter AG stammt. Das Unternehmen hatte auch die Ilseder Hütte betrieben. Die Förderziele der Stiftung sind jedoch auf Vorhaben zum Schutz der Umwelt beschränkt.

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