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Ilsede Kreisrat reagiert auf Anschuldigungen: Kritik sei „völlig unberechtigt“
Kreis Peine Ilsede Kreisrat reagiert auf Anschuldigungen: Kritik sei „völlig unberechtigt“
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00:16 14.12.2013
So hatte die PAZ am Mittwoch über die Ratssitzung in Ilsede berichtet.
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Während Ilsede mit rund fünf Millionen Euro Umlage im kommenden Jahr veranlagt werde, würden allein aus den größten Positionen des Kreishaushalts heraus im gleichen Zeitraum rund acht Millionen Euro in die Gemeinde fließen. Bereits im sozialen Sektor seien es mehr als drei Millionen Euro, mit denen aus Landkreismitteln Sozialhilfekosten, Unterkunftsaufwendungen oder Leistungen der Jugendhilfe in Ilsede finanziert werden, erklärt Henrik Kühn, Pressesprecher des Landkreises Peine.

„Darüber hinaus ist Ilsede ein maßgeblicher Schulstandort im Südkreis“, ergänzt Kühn. „Hier sind für die Grund- und Hauptschule im nächsten Haushalt rund 285 000 Euro, für die Realschule rund 650 000 Euro, für das Gymnasium rund 1,45 Millionen Euro, für die Förderschule Ilseder Hütte rund 185 000 Euro, für die Janusz-Korczak-Schule rund 275 000 Euro und für die Astrid-Lindgren-Schule rund 970 000 Euro veranschlagt. Für die Kreisbildstelle und die Bücherei Ilsede werden im Kreishaushalt zusammen mehr als 200 000 Euro berücksichtigt.“

Verwundert habe den Landkreis zudem die vom Ratsherrn Peter Sindt vorgetragene Kritik an der Wito. „Ich vermisse hier Wirtschaftsförderung. Die Aktivitäten beschränken sich eher auf Event-Management“, hatte der Sozialdemokrat während der Ratssitzung erklärt. „Wito-Geschäftsführer Gunter Eckhardt ist gern bereit, das Aufgabenspektrum seiner Gesellschaft zu erläutern“, sagt Kreissprecher Kühn. Finanziell maßgeblich seien zudem weitere 650 000 Euro, die über die Wito aus der Kreiskasse zur Finanzierung der Gebläsehalle nach Ilsede fließen würden.

„Nur noch für Kopfschütteln sorgen im Kreishaus die von der Kreistagsabgeordneten und Ratsfrau Ilse Schulz gebetsmühlenartig vorgetragenen Bedenken gegen die Errichtung eines Ersatzbürogebäudes auf dem Schlossberg“, erklärt Kühn. Denn bei allen Fusionsüberlegungen werde die besondere Bedeutung eines Verwaltungssitzes in Peine im Wesentlichen erhalten bleiben, ist er überzeugt. „Zudem ist die örtliche Zersplitterung und Zerstreuung der Landkreis-Fachbehörden mittlerweile so weit fortgeschritten, dass neben der schon mehrfach dargelegten Wirtschaftlichkeit bereits aus Gründen der Kundenorientierung eine Konzentration im Zentrum der Kreisverwaltung geboten ist.“

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