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Ilsede Kreis: "Keine Gefahr durch Hepatitis A"
Kreis Peine Ilsede Kreis: "Keine Gefahr durch Hepatitis A"
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16:58 12.02.2016
Ilsede

Zwar habe es zwei Infektionen von Kindern in der Gebläsehalle mit Hepatitis A gegeben, die Ilseder Bevölkerung brauche sich jedoch keine Sorgen um die Weiterverbreitung der Erkrankung zu machen, sagt die Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes Dr. Doris Arnold.
„Zum Jahreswechsel wurde unserem Gesundheitsamt die Erkrankung eines seinerzeit im Krankenhaus untergebrachten Kindes an Hepatitis A gemeldet“, schildert Kreissprecher Henrik Kühn. Nach Beschaffung des entsprechenden Impfstoffes hätten Mitarbeiter des Gesundheitsamts noch einen Tag vor Silvester alle in der Halle lebenden Kinder im Rahmen einer Großaktion durchgeimpft.
„Die Erwachsenen brauchten nicht geimpft zu werden“, erläutert Kühn, „denn in den Herkunftsländern machen nahezu alle Menschen im Kinders- und Jugendalter eine Hepatitis-A-Infektion durch, die anschließend Immunität hiergegen erzeugt.“
Vorsorglich habe der Kreis jedoch eine Unterbrechung der Zuweisungen und Weiterleitungen von Flüchtlingen verfügt, die noch bis zum Beginn der kommenden Woche andauere. „Die Kollegen des Gesundheitsamtes haben auf das strikte Einhalten entsprechender Hygienemaßnahmen hingewiesen“, so der Kreissprecher. Ein Ende Januar bei einem Kind diagnostizierter zweiter Hepatitis-A-Fall habe ein identisches Prozedere zur Folge gehabt.
Kühn erklärt: „Die Mitarbeiter der Gebläsehalle sollten aufgrund ihres Risikoprofils gegen Hepatitis A und B geimpft sein. Den ehrenamtlichen Mitarbeitern wurde die Impfung angeboten. Wir haben sie darauf hingewiesen, ihren Impfstatus beim Hausarzt überprüfen und sich gegebenenfalls impfen zu lassen. Die Kosten dieser Impfung werden im Bedarfsfall vom Landkreis Peine erstattet.“
Mit diesen Maßnahmen werde das Risiko einer Weiterverbreitung der Erkrankung reduziert, „wozu auch die gute und effektive Zusammenarbeit unseres Gesundheitsamts mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort beiträgt“, so Kühn.
„Die Ilseder Bevölkerung braucht sich aus den folgenden drei Gründen keine Sorgen um eine Weiterverbreitung der Erkrankung machen“, macht die Leiterin des Kreis-Gesundheitsamts Dr. Doris Arnold deutlich.„Erstens: Die  erwachsenen Flüchtlinge, die die Halle etwa für Einkäufe verlassen, sind ja nicht erkrankt und zu einem großen Teil durch in der Heimat durchgemachte Infektionen immun. Zweitens: Die Erkrankten waren isoliert im Krankenhaus und sind erst nach Ablauf der Ansteckungsfähigkeit entlassen worden. Drittens: Die in der Halle wohnenden Kinder, die möglicherweise keine Erkrankung im Heimatland durchgemacht haben, sind durch unsere sofort durchgeführten Impfungen geschützt.“

rd

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