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Krätze-Erkrankungen: Acht Fälle an drei Schulen

Groß Ilsede Krätze-Erkrankungen: Acht Fälle an drei Schulen

Insgesamt acht Fälle von Krätze wurden jetzt am Gymnasium, der Realschule und der Janusz-Korczak-Schule in Groß Ilsede gemeldet – dies bestätigte der Landkreis am Montag auf Anfrage der PAZ.

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Symbolfotos: Die Krätze wird durch winzige Parasiten ausgelöst, die weltweit verbreitet sind.

Quelle: dpa

Gross Ilsede. Es bestehe aber weder Anlass zur Panik, noch zu weiteren Maßnahmen des Gesundheitsamts, heißt es.

„Bei den infizierten Personen handelt es sich zum Teil um Geschwisterkinder“, so Henrik Kühn, Sprecher des Landkreises. Eine kurzzeitige Behandlung sei recht unkompliziert möglich, das Gesundheitsamt sei in diesem Fall in ausschließlich beratender Form tätig. Ärztlicherseits bestehe bei Krätze keine Meldepflicht, jedoch durchaus für Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen.

„Insofern läuft hier alles in geordneten Bahnen“, betont Kühn. „Die Schule selbst kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangen, bevor die Schüler wieder den Unterricht besuchen dürfen.“ Am 11. Dezember lagen dem Landkreis Peine insgesamt zwölf Meldungen von Krätze-Erkrankungen im Jahr 2017 vor – wie viele davon bereits zu den nun acht gemeldeten gehören, ist unklar.

Zum Hintergrund: Die Krätze ist eine Hauterkrankung, die durch winzige Parasiten, sogenannte Krätzmilben, verursacht wird. Verbreitet sind diese weltweit, bei sporadischen Erkrankungen sind hauptsächlich jüngere Erwachsene betroffen. Im Rahmen von Häufungen – vor allem in Familien und Gemeinschaftseinrichtungen – erkranken Angehörige aller Altersgruppen.

Die Haut der Betroffenen entzündet sich, es entsteht ein starker Juckreiz, die Inkubationszeit beträgt zwei bis sechs Wochen. Übertragen wird die Krätze durch Kontaktinfektionen, entweder von Mensch zu Mensch, aber auch durch Wäsche, die mit Milben infiziert ist. Ein Milbenbefall ist nicht automatisch ein Beweis für mangelhafte Körperhygiene, allerdings wird die Ausbreitung durch Hygienemängel begünstigt.

Im Herbst und Winter ist die Ausbreitungsgefahr der Krätze in Nordeuropa größer als zu den anderen Jahreszeiten. Die Behandlung der Krätze erfolgt durch Abtöten der Milben mittels topisch oder in schweren Fällen auch systematisch applizierten Anti-Krätze-Präparaten. Wichtig ist zudem das tägliche Wechseln der Kleidung, der Handtücher sowie der Bettwäsche.

Von Dennis Nobbe

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