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Kleine Schritte, Schnittchen und Sportschau

Groß Ilsede Kleine Schritte, Schnittchen und Sportschau

Region Braunschweig, Metropolregion Hannover oder Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung? Zwischen diesen drei Polen drehten sich die Gespräche beim „Abend der Region“ in der Gebläsehalle in Groß Ilsede.

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Etwa 750 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung aus dem Gebiet zwischen Heide und Harz haben sich am Donnerstagabend in der Gebläsehalle in Groß Ilsede getroffen.

Quelle: cb

Ilsede-Groß Ilsede . Beim Ziel sind sich alle einige – aber der Weg ist umstritten. So lässt sich der „Abend der Region“ in der Groß Ilseder Gebläsehalle zusammenfassen. Etwa 750 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung aus dem Gebiet zwischen Heide und Harz haben sich am Donnerstagabend getroffen, um über die Zukunft der Region zu sprechen.

Jeder will dabei das Beste für seine Stadt oder seinen Landkreis – doch wie lässt sich das erreichen? Zusammenschluss zu einer Region oder Stärkung der Selbstverwaltung? Die Peiner Vertreter waren bislang eher skeptisch, was die Regionsbildung anbelangt. „Im europäischen Zusammenhang gedacht, führt daran aber wohl kein Weg vorbei“, sagte nun die Peiner Kreistagsabgeordnete Eva Schlaugat (SPD).

Der Peiner Landtagsabgeordnete Matthias Möhle (SPD) äußerte sich zur Frage der Regionsbildung ebenfalls diplomatisch. Man müsse kleine Schritte machen und dürfe die Menschen nicht überfordern. Er schlug vor, zunächst den Zweckverband Großraum Braunschweig zu stärken.

Großes Projekt: Regio-Stadtbahn

Dieser Zweckverband war Veranstalter des Abends. In ihm sind die kreisfreien Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie die Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine zusammengeschlossen (siehe Stichwort). Zusammen koordiniert man alle übergreifenden Vorhaben, die die gesamte Region betreffen – etwa die Verkehrsplanung.

Ein großes Projekt ist die Regio-Stadtbahn, die auch Thema der Verbandsversammlung war, die am Randes des „Abends der Region“ stattfand. Züge der Regio-Stadtbahn sollten eigentlich bereits im Großraum Braunschweig pendeln, für die Gemeinde Wendeburg war in der zweiten Ausbaustufe für 2012 ein Anschluss vorgesehen.

Doch die Planungen verzögerten sich, die ersten Züge sollen erst ab 2014 auf der Strecke zwischen Uelzen im Norden und Bad Harzburg im Süden rollen. „Wir haben eine Kommission eingesetzt, um Kommunikation und Informationsfluss zwischen Politik und Verwaltung besser zu verzahnen“, erklärte Möhle.

Doch die Region Braunschweig ist nicht die einzige Idee zur besseren Zusammenarbeit in der niedersächsischen Tiefebene. Hannovers Oberbürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Metropolregion GmbH Stephan Weil (SPD), stellte die Vision einer Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg vor. Dabei sprach er von einer, so wörtlich, „metropolitanen Entwicklung“. Den meisten Beifall erhielt Weil, als er das Zwischenresultat des Endspiels der Frauen-Fußball-Europameisterschaft verkündete: Deutschland war gegen England gerade 2:1 in Führung gegangen.

Bei Schnittchen und Bier, einer regionalen Sportschau sowie einem bunten Kulturprogramm klang der Abend schließlich aus.

Tobias Mull

Hintergrund

Zweckverband Großraum Braunschweig

Die kreisfreien Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie die Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine bilden zusammen den Zweckverband Großraum Braunschweig. Das ist zusammen eine Fläche von 5078 Quadratkilometern mit einer Bevölkerung von über einer Millionen Menschen. Der Zweckverband koordiniert alle übergreifenden Vorhaben, Planungen und Tätigkeiten, die die gesamte Region betreffen. Zu den Aufgaben gehören die Koordination aller Regionalplanungs-Projekte und die regionale Verkehrsplanung sowie deren Umsetzung. Gemäß der politischen Zusammensetzung der Stadt- und Kreisparlamente entsenden deren Räte und Kreistage ihre Vertreter in die Verbandsversammlung. Diese trifft alle wichtigen Entscheidungen des Zweckverbandes. Der Zweckverband erhebt, soweit die sonstigen Einnahmen seinen Finanzbedarf nicht decken, von den Verbandsgliedern eine Umlage, die sich nach der Einwohnerzahl der Verbandsglieder sowie nach einem speziellen Schlüssel berechnet.

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