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Ilsede Kleiderkammer erfährt enormen Zuspruch
Kreis Peine Ilsede Kleiderkammer erfährt enormen Zuspruch
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18:00 25.01.2016
Gemeinsam mit Bürgermeister Otto-Heinz Fründt stehen die freiwilligen Helfer vor der Kleiderkammer in der Gadenstedter Außenstelle der Gemeinde Ilsede. Der Bedarf an Kleidung ist so hoch, dass teilweise schon weit vor den Öffnungszeiten Flüchtlinge vor den Türen warten. Quelle: jaw
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Und das war gleichzeitig der Beginn einer großen Erfolgsgeschichte, denn seit dem Umzug können sich die Helfer nun noch besser um die Bedürfnisse der zahlreichen Flüchtlinge kümmern. „Wir können nun die Kleidung auf Bügeln und an Ständern anbieten“, erklärt Gisela Braackmann den Unterschied.

„Man muss dabei wirklich der Gemeinde Ilsede und den Mitarbeitern, die noch hier vor Ort sind, danken“, äußerte sich Braackmann bei einer Führung durch die Räumlichkeiten weiter.

Wie groß zudem die Nachfrage nach Kleidung ist, wird jeden Freitag ab 14 Uhr deutlich. An diesem Tag öffnet die Kleiderkammer ihre Türen - und der Ansturm ist groß. Teilweise weit vor der Öffnung stehen die Flüchtlinge vor den Türen und warten auf Einlass. Über den Tag verteilt, kommen dabei schon einmal bis zu 250 Flüchtlinge zusammen. „Im Moment verteilen wir dann auch schon mal vorher ein paar Handschuhe“, erklärt Braackmann.

Wenn sich die Türen öffnen, gibt es kaum ein Halten mehr. Jeder „Kunde“ bekommt eine Ikea-Tasche, in die dann die ausgewählten Kleidungsstücke hinein kommen. Dazu gibt es einen Koffer, der mit dem eigenen Namen versehen wird, „damit die neuen Sachen auch gut transportiert werden können“.

Die Kleiderkammer kann insgesamt auf einen großen Fundus blicken, ob Strampler für Kleinkinder, Blusen für Frauen oder Anzüge für Männer, generell gibt es fast alles. Und sollte mal etwas nicht vor Ort sein - wie aktuell Schuhe - dann finden sich doch noch irgendwie passende.

Während der Öffnungszeiten reißt auch der Strom an Spendern nicht ab, immer wieder halten Autos an und geben ihre Spenden ab.

Auch Bürgermeister Otto-Heinz Fründt zeigte sich begeistert vom großen Engagement der 36 Helfer, von denen zwölf Flüchtlinge sind: „Das Engagement ist herausragend und macht mich sehr stolz.“

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