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Ilsede Kirche führt Passionsspiel am Karfreitag auf
Kreis Peine Ilsede Kirche führt Passionsspiel am Karfreitag auf
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21:16 27.03.2018
Das Passionsspiel wird in der Bernwardskirche aufgeführt. Quelle: Archiv
Groß Lafferde

In früheren Jahrhunderten waren in vielen Orten Passionsaufführungen üblich. Dabei wurden verschiedene Formen mit Schauspiel oder Lesung biblischer Passionstexte und meist mit Gesang entwickelt. Die Gestaltung lag in den Händen der Pastoren und der Lehrer der örtlichen Schulen. „So war es normal, dass Schulkinder als Spieler oder Sänger mitmachten,auch die Gemeinde brachte sich singend mit ein. In den Notzeiten des 30-jährigen Krieges (1618 bis 1648) wurden viele dieser christlichen Darstellungsformen jedoch nicht mehr aufgeführt und gerieten in Vergessenheit.

Früher waren Passionsaufführungen üblich

„In unserer Gemeinde Groß Lafferde war das offensichtlich ein wenig anders“, erklärt Pastor Burkhard Kindler. Die vorerst letzte Passionsaufführung war 1961, in enger Zusammenarbeit mit der Schule wurde die Leidensgeschichte Jesu mit Schülern und Erwachsenen aus er Gemeinde mit etwa zehn Solostimmen, einem „Chor des Volkes“ und 17 geistlichen Liedern aus den Gesangbüchern der Jahrhunderte eingeübt und dargeboten.

„1928 hatte Pastor Scharfe, der hier in der Gemeinde schon lange tätig war, die Passion von einem Musikwissenschaftler untersuchen lassen“, schildert Kindler. Scharfe habe festgestellt, dass als Initiator und Komponist der ersten Fassung Pastor Barthold Cordes (1568 bis 1610) in Betracht komme, der auch als Gründer der heutigen Hundeiker-Schule gelte.

Vorlage für jetzige Fassung wurde 1991 gefunden

Kindler: „Die Lafferder Passion war kein fest gefügtes Kunstwerk, sondern sie wurde bis zum heutigen Tag immer wieder überarbeitet.“ 1991 wurde eine Fassung in den Archiven wiedergefunden, deren Entstehung vermutlich in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreicht. „Es muss nicht unbedingt der Urfassung mehr ähnlich sein, ist aber eben doch die Lafferder Passion“, so der Pastor. Danach wurde die Passion in unterschiedlichen Formen aufgeführt, 1996 war es schließlich möglich, sie in ganzer musikalischer Vielfalt darzubieten. Walter Fischer, seinerzeit Kirchenkreiskantor im Kirchenkreis Ölsburg, hatte für alle Solostimmen eine Orgelbegleitung komponiert.

Die Aufführung am Karfreitag soll an eine frühere Version anknüpfen. Die Gemeinde kann singend ins Geschehen eingreifen, jeder Besucher erhält ein Liederheftchen. Kindler abschließend: „Freuen Sie sich mit mir auf das größte musikalische Werk, das in unserer Gemeinde überliefert wurde.“

Von Dennis Nobbe

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