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Julia Kögler ist neue Gleichstellungsbeauftragte

Gemeinde Ilsede Julia Kögler ist neue Gleichstellungsbeauftragte

Mit Julia Kögler weht frischer Wind im Rathaus in Groß Ilsede. Seit dem 1. Januar ist die 35-Jährige die neue Gleichstellungsbeauftragte in der Gemeinde. Und sie hat einiges vor.

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Julia Kögler freut sich auf ihre Arbeit in Ilsede.
 

Quelle: Antje Ehlers

Ilsede.  Kögler weiß: „In den meisten Familien arbeitet die Frau halbtags und kümmert sich nachmittags um die Kinder, eine finanzielle Anerkennung erhält sie nur für Ersteres. Abhängigkeiten vom Lebenspartner sind vorprogrammiert.“

Hier möchte Kögler mit ihrer Arbeit ansetzen. Für sie hat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine besondere Bedeutung und sie möchte dabei das Augenmerk nicht nur auf die Frauen, sondern auch auf die Männer legen. „Viele Männer wünschen sich mehr Elternzeit. Auch hier gilt es, einen Ansatz zu finden“, sagt sie.

Wiedereinstieg in den Beruf

Aber auch gerade auf dem Weg zum Wiedereinstieg in den Beruf für Frauen lägen – trotz oft nur kurzer Abwesenheit – noch viele Steine. Hier gelte, es weitere Gesetze zu schaffen, um sich einer Gleichstellung anzunähern.

Die Grundsteine für ihre Arbeit hat Kögler bereits im Studium gelegt. Sie studierte Philosophie, Politik- und Medienwissenschaften und Literatur und lernte dabei die Arbeit im Bereich der Geschlechterstudien und -forschung im Rahmen eines Praktikums kennen.

Nach dem Studium war Kögler als Tagespflegeperson in einer Großtagespflegestelle beschäftigt und half, diese mit aufzubauen. Nach der Elternzeit nach dem zweiten Kind war sie in der freien Wirtschaft im Personalbereich tätig.

Nach einer Stelle als Gleichstellungsbeauftragte hat Julia Kögler, die aus dem Raum Hildesheim kommt, gezielt gesucht. „Da kann ich am ehesten meine Wünsche und Vorstellungen durchsetzen und etwas bewegen. Um so mehr freut es mich, dass ich nun hier in Ilsede die Chance bekomme“, blickt sie motiviert in die Zukunft.

Arbeit in Netzwerken

Eines von Köglers Zielen ist es, Machtstrukturen zu erkennen und zu durchbrechen. Dazu gehört die Arbeit in Netzwerken.

„Man kann schon sehr früh, bereits in Kindergarten und Schule, ansetzen. Neben dem Elternhaus werden dort die Grundlagen für das Geschlechterverständnis gelegt“, sagt sie.

 Für die Einwohner der Gemeinde Ilsede steht die Gleichstellungsbeauftragte dienstags zwischen 10 und 12 Uhr in einer Sprechstunde im Rathaus zur Verfügung, Individualtermine können ebenfalls vereinbart werden.

Von Antje Ehlers

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