Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Ilseder Politiker reagieren auf Lahstedts Forderung

Umformer-Streit Ilseder Politiker reagieren auf Lahstedts Forderung

Ilsede. Von Schock bis Enttäuschung reichen die Reaktionen in der Ilseder Politik auf die gestrige Ansage aus Lahstedt: Als Gipfel im Umformer-Streit verlangt Lahstedt die 16500 Euro zurück, die es in die Sanierung des Industriegebäudes gesteckt hat.

Voriger Artikel
Landfrauen besuchten Gewerbepark
Nächster Artikel
BMW-Treffen auf dem Ilseder Hüttengelände

Umstritten: Die Umformerstation auf dem ehemaligen Hüttengelände in Ilsede.

Quelle: mu

Die PAZ fragte bei den Ilseder Politikern nach.

 „Ich kann die Schärfe aus Lahstedt nicht verstehen“, sagt Marita Heuer (SPD), der die Enttäuschung über den Eklat anzumerken ist. „Als wir von den Plänen des Hüttenverein hörten, fanden wir die Ideen toll - und nicht schädlich für die Gemeinde.“ Zwar könne sie die rechtliche Situation nicht beurteilen, räumt die Sozialdemokratin ein. Sie vertraue dem Hüttenverein aber in soweit, dass dieser keine Konkurrenz zu anderen Gastronomen aufbauen wolle.

 „Ich kann den Streit nicht nachvollziehen. Die Diskussion schadet in der Tat dem Ehrenamt“, findet Lutz Schrader (CDU). Nun müsse der Vertrag genau geprüft werden, um die Sache zu klären, denn ebenso klar sei für ihn: „Rechtliche Tricksereien dürfen nicht sein.“ Die CDU wolle sich den Vertrag vom Ilseder Bürgermeister noch einmal genau erklären lassen, kündigt Schrader an.

Jürgen Streichert (Grüne) zeigt sich überrascht von der Ankündigung aus Lahstedt. Dass Ilsede ebenso wie Lahstedt sein Geld zurückverlangt, schließt er aus. „Dafür sehe ich keine Mehrheit.“ Auch eine rechtliche Grundlage für Lahstedts Vorgehen kann er dafür nicht erkennen „Die 33000 Euro beider Gemeinden wurden für die Beseitigung eines Umweltschadens ausgegeben - in den Boden war Öl gesickert, das hätte ohnehin erledigt werden müssen, egal wozu das Gebäude später genutzt wird.“ Nun müsse Ilsede abwarten, was Lahstedts politische Gremien entscheiden. „Wir werden auch mit Lahstedter Grünen sprechen, um eine vernünftige Regelung zu finden.“

 „Das ist eine tragische Situation mit einer Vorgeschichte“, sagt Ilse Schulz (FBI), die die Eskalation bedauert. Reibungspunkte zwischen Hüttenverein und Lahstedt habe es im Vorfeld schon genug gegeben: „Der Anlass für den Eklat ist ja gar nicht so gravierend, es wurde aber viel Vertrauen vorher verspielt.“ Über die juristischen Grundlage will sie nicht urteilen, nur so viel sagen: „Der Vertrag hat nunmal eine Aussage.“ Lahstedts Forderung müsse in Ilsede politisch diskutiert werden.

 Holger Flöge kommentiert die Situation für die Piraten/FDP-Gruppe so: „Verträge sind einzuhalten, und zwar von beiden Seiten. Dabei ist die gelegentliche Durchführung von Veranstaltungen in Ordnung, nicht aber eine deutliche Verlagerung der Nutzung hin zur Gastronomie.“ Jetzt einen „Kreuzzug“ gegen den Verein zu unternehmen, findet aber auch er zu hart.

sip

Voriger Artikel
Nächster Artikel
7a85f416-d829-11e7-9deb-d9e101ec633c
Erster Schnee im Peiner Land

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag hatte sich eine dicke Schneedecke über das Peiner Land gelegt. Hier gibt es die besten Schnappschüsse...

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr