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Ilsede Ilseder Dichter Henning Ahrensist Thema beim Rathausfest
Kreis Peine Ilsede Ilseder Dichter Henning Ahrensist Thema beim Rathausfest
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22:48 27.08.2014
Der Ilseder Dichter und Schriftsteller Henning Ahrens ist Thema beim großen Rathausfest.
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Henning Ahrens, deutscher Dichter, Schriftsteller und literarischer Übersetzer, ist 1964 in Peine geboren, in Klein Ilsede aufgewachsen und in Groß Ilsede zur Schule gegangen. Er ist also einwandfrei ein waschechter Ilseder. Eine Zeit lang wohnte er in Handorf. Er ist wohl zurzeit die deutschlandweit bekannteste Persönlichkeit aus unserer Region und aus unserer Gemeinde Ilsede und sollte schon deshalb bei dem Rathausfest unserer Gemeinde besonders erwähnt werden.

Dazu kommt, dass er in seinen literarischen Werken immer wieder Bezug nimmt auf unsere Ilseder Region, sowohl auf die Landschaft als auch auf die Dörfer und die industriellen Wahrzeichen. Er lässt also eine tiefe Verwurzelung in Ilsede und Umgebung erkennen und verarbeitet seine hiesigen Erlebnisse und Eindrücke sehr oft. Das findet man besonders häufig in seinen Gedichten, aber auch in seinen Romanen.

Seine beiden ersten Romane, „Lauf Jäger, lauf“ und „Langsamer Walzer“, sind nicht ganz leicht zu lesen, sind sie doch der fantastischen Literatur zuzurechnen und stehen mit ihrer hyperrealistischen Schilderung einer Traumwelt in der Tradition des magischen Realismus. Also keine leichte Kost. Der erste Roman „Lauf, Jäger, lauf“ könnte um das Gut Oberg angesiedelt sein und dort auf dem Gutshof hatten wir vom Kulturverein vor Jahren eine Lesung mit Henning Ahrens. Der Raum war übervoll, nicht alle Interessierte konnten Einlass finden, und in der Pause gab es Sekt und Canapés. Henning Ahrens selbst erinnert sich an diese Begebenheit und nimmt sie in seinem Provinzlexikon auf.

Sein dritter Roman, „Tiertage“, ist eher fabelmäßig, wo die Tiere auch denken, sprechen und handeln können. Die Geschichte spielt eindeutig in den Wiesen und Feuchtgebieten zwischen Handorf und Kleine Ilsede, auch wenn die Fuhse in dem Buch Lunte genannt wird, das Dorf nicht Handorf sondern Sarsum heißt und die nahe Kleinstadt nur an den erwähnten Geschäften und Cafés als Peine identifiziert werden kann. Die Heimat- und Ortsverbundenheit geht sogar so weit, dass sich einige Einwohner von Handorf in dem Buch wiedererkannt zu haben glauben, und das nicht immer sehr positiv, was angebliche zu Komplikationen geführt haben soll. Aus dem Buch „Tiertage“ lese ich zwei kurze Passagen, in denen einerseits unsere landschaftliche Umgebung sehr schön beschrieben wird und andererseits die Ortsnamen zwischen Handorf alias Sarsum und Hildesheim unverändert vorkommen.

Im Jahre 2009 erschien das schon erwähnte Provinzlexikon. Es ist ein richtiges Lexikon mit alphabetisch geordneten Stichwörtern versehen und bietet alles, was mit Land und Landwirtschaft, Dorf und Kleinstadt, eben mit dem Leben in der Provinz zu tun hat. Ilsede und Umgebung kommt in mehreren Artikeln vor, aber ich beschränke mich auf ein Beispiel unter dem Stichwort Fluss.

Abschließend lese ich die Kurzgeschichte von Henning Ahrens vor: Mit Monday auf dem Land bei Peine. Diese Geschichte spielt ausschließlich in Klein Ilsede.

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