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Ilsede Werner Kirschner ist 80 Jahre alt geworden
Kreis Peine Ilsede Werner Kirschner ist 80 Jahre alt geworden
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22:38 21.03.2018
Werner Kirschner hat sich viele Jahre lang an unterschiedlichen Positionen für das Peiner Land engagiert.  Quelle: Archiv (im)
Ilsede

 Eigentlich ist Kirschner von Haus aus Maschinenbauer der Fachrichtung Verfahrenstechnik. Die meiste Zeit in seinem Leben arbeitete er aber mit und für die Menschen. Einer seiner größten Verdienste in der Region war der Umbau der Ilseder Hütte zum Veranstaltungszentrum und Gewerbepark.

Damit schuf der einstige Ilseder Kommunalpolitiker etwa 400 Arbeitsplätze und erntete viel Lob und Zuspruch. Für ihn sei diese Arbeit immer eine Herzensangelegenheit gewesen. „Nach einem begeisterndem Beginn hat es am Ende zwar etwas geholpert – das Ergebnis kann sich aber sehen lassen“, sagte er einst.

Lebensmittelpunkt liegt nun in Sachsen

Im Alter von 73 Jahren hatte er sich entschieden, seinen Lebensmittelpunkt vollständig in das sächsische Bad Schandau zu verlagern und den Landkreis Peine zu verlassen. Damals war das keine leichte Entscheidung, schließlich hatte Kirschner sich zu einer bekannten Persönlichkeit entwickelt.

Er war nicht nur in Ilsede politisch aktiv, sondern von 1968 bis 1983 Mitglied des Rates der Gemeinde Vechelde, davon elf Jahre als Bürgermeister der Gemeinde. Ab 1974 war er zudem Kreistagsabgeordneter in Peine, teilweise als SPD-Fraktionsvorsitzender. Von 1972 bis 1994 gehörte Kirschner dem Niedersächsischen Landtag an und übernahm auch hier führende Positionen.

Aktiv auch in Tourismusbranche

Kirschner war Geschäftsführer der Bau- und Betreibergesellschaft der Elbresidenz, zu der zwei Hotels gehören. Das eine Gebäude wurde zu einem rollstuhlgerechten Vier-Sterne-Haus ausgebaut, das andere vereint Wellness und medizinische Vorsorge. Das Projekt war 60 Millionen Euro schwer. Weiterhin war Kirschner auch Chef der Weka-Touristik. Das Unternehmen, das er Anfang der 1990er-Jahre gegründet hatte, kaufte alte Ferienheime, ließ sie sanieren und eröffnete sie als Hotels wieder. Jahre später – als Kirschner sich aus dem Betrieb herausgezogen hatte – meldete Weka-Touristik Insolvenz an.

Eigene Kinder hat Kirschner nicht, setzt sich aber für den Nachwuchs ein. In Bad Schandau sollte ein Kindergarten schließen, jetzt trägt ein Verein mit 50 Mitbürgern die Einrichtung. Der Verein wird von der „Elisabeth und Werner Kirschner Stiftung“ unterstützt, der 80-Jährige selbst ist stellvertretender Vorsitzender. Zu seinem 80. Geburtstag verzichtete Kirschner zugunsten von Spenden an die Stiftung auf Geschenke.

Von Michaela Gebauer

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