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„Ich werde weiter für Solschen kämpfen!“

Solschen „Ich werde weiter für Solschen kämpfen!“

Weiter heftig diskutiert wird das Krippenplatz-Konzept der Gemeinde Ilsede. Jetzt meldet sich der Solschener Ortsbürgermeister zu Wort.

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Nachnutzung ungewiss: 2011 wird die Grundschule in Solschen geschlossen. Wie es danach mit dem Gebäude weitergeht, ist noch völlig offen.

Ilsede. Günther Mohrholz ist sauer. „Ich kann das einfach nicht nachvollziehen“, sagt der Solschener Ortsbürgermeister, der die Sitzung des Schulausschusses noch immer nicht ganz verdaut hat. Dort wurde in einer teilweise verwirrenden Marathonsitzung die Änderung des Krippenplatz-Konzeptes der Gemeinde Ilsede empfohlen – sehr zum Missfallen der Solschener Politiker.

Worum es geht: Nach der Erweiterung des Groß Ilseder Kindergartens voraussichtlich noch in diesem Jahr verfügt die Gemeinde über 30 Krippenplätze an zwei Standorten. Nach einem Bundesgesetz muss die Gemeinde bis 2013 aber etwa 60 Plätze vorhalten. Nach ersten Plänen der Verwaltung sollten dazu 2011 im ehemaligen Schulgebäude in Solschen und 2013 im Klein Ilseder Kindergarten Krippen entstehen.

Das schmeckte der Solschener Kirchengemeinde nicht, die seit über 40 Jahren einen Spielkreis neben der Kirche unterhält. Der Spielkreis hätte nämlich auch ins Schulgebäude umziehen müssen. Also machte die Kirchengemeinde den Vorschlag, den Stall neben dem Spielkreisgebäude zu einer Krippe umzubauen.

Gleichzeitig beschwerten sich die beiden privaten Kindergärten in Groß Bülten, im Krippenplatz-Konzept der Verwaltung keine Rolle zu spielen. Daraufhin gab es Gespräche zwischen Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD) und den Leiterinnen. Der Landkreis brachte außerdem sein Tagesmutter-Modell in die Diskussion mit ein. Und als wäre diese Gemengelage noch nicht kompliziert genug, stellte die Gruppe SPD/ Die Grünen/ Dr. Rohne während der Sitzung des Schulausschusses einen Antrag zur Nachnutzung des Groß Bültener Schulgebäudes: Auch hier solle eine Krippe entstehen.

Nun gab es also vier mögliche Standorte für zwei Krippen und dazu noch nutzbare Krippenplätze in privaten Kindergärten. Dazu gab es zu erwartende Mindereinnahmen von über 500.000 Euro in diesem Jahr und Fördergelder für den Ausbau des Kindergartens in Klein Ilsede. Die Verwaltung schlug deshalb vor, den Krippenausbau in Klein Ilsede vorzuziehen und Solschen auf 2013 zu schieben.

Hinter vorgehaltener Hand ist allen klar, was diese Entscheidung bedeuten könnte: Nämlich dass es in Solschen überhaupt keine Krippe geben wird – weder im ehemaligen Schulgebäude, noch im Stall der Kirchengemeinde. Die Gemeinde würde 45 Plätze mit den eigenen Krippen den Rest mit privaten Anbietern beziehungsweise Tagesmüttern abdecken und damit eine Menge Geld sparen.

„Wir müssen jetzt abwarten, was passiert“, übt sich der Solschener Ortsbürgermeister in Zweckoptimismus. Aufgegeben hat er eine Krippe in seinem Heimatdorf noch nicht. Mohrholz befürchtet jedoch, dass der Ort „hinten runterfallen“ könnte. „Ich werde aber weiter für Solschen kämpfen“, verspricht der Sozialdemokrat und kündigt somit eine heiße Ortsratssitzung heute um 18.30 Uhr in der Gaststätte „Zur Kastanie“ in Solschen an.

Tobias Mull

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