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Ilsede „Ich hatte nach der Wahl Angst, die Real-Satire der GroKo nimmt mir den Job weg“
Kreis Peine Ilsede „Ich hatte nach der Wahl Angst, die Real-Satire der GroKo nimmt mir den Job weg“
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23:00 09.03.2014
Politisches Kabarett im Ilseder Festsaal: In familiärer Runde stellte Gerd Hoffmann sein Programm „Normal Null“ vor. Quelle: im

Bekannt unnachgiebig und mit viel Wortwitz setzte Hoffmann aktuelle Ereignisse in der Politik in Szene, stellte interessante Thesen und warf intelligente Fragen auf.

Rund 20 Besucher hatten sich im Festsaal eingefunden, um dem direkt aus Berlin kommenden Künstler zuzuhören. Organisiert wurde der Abend vom Kulturverein Ilsede unter Vorsitz von Manfred Unruh. Schade nur, dass nicht mehr Zuschauer vor Ort waren. Doch dafür hatte Gerd Hoffmann sofort eine Erklärung parat: „Der Termin wurde vielleicht etwas ungünstig gewählt. Wir haben Fastenzeit. Und einige Leute haben sich bestimmt für ,Kabarett-Fasten’ entschieden.“

Der guten Stimmung tat die familiäre Runde aber keinen Abbruch. „Es gibt Kollegen, die von zu Hause aus arbeiten und streamen. Schön, dass wir uns live und in 3D sehen“, erklärte Hoffmann und fand so Zugang zum Publikum.

Schnell ging es zum eigentlichen Thema des Abends: Politik. „Ich hatte nach der Bundestagswahl richtig Angst, die Real-Satire der GroKo nimmt mir den Job weg“, so einer seiner vielen Sprüche und Anmerkungen zum Regierungshandeln in Berlin. Hoffmann verglich die GroKo mit einem Kasperletheater, bei dem Sigmar Gabriel den Kasper zum Besten gibt, während man über die Rolle der Angela Merkel noch diskutieren müsste. Doch wer sich an die Storys von Kasperle und Co. erinnert, der weiß was uns politisch in den nächsten Jahren erwartet.

Sicher war es nicht einfach für den Künstler, in einem so großen Saal vor so wenig Publikum zu spielen. Doch Hoffmann löste die Situation souverän und bescherte den Anwesenden einen kurzweiligen Abend.