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Ilsede Humorvoller „Hafengeburtstag“ in Münstedt
Kreis Peine Ilsede Humorvoller „Hafengeburtstag“ in Münstedt
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21:45 29.07.2018
Karin Böker taufte das Münstedter „U-Boot“ stilecht mit platzender Sektpulle. Quelle: Ulrich Jascheck
Münstedt

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt“, wusste schon der knurrige Seemann Kuttel Daddeldu, geistiger Sohn des Kabarettisten Joachim Ringelnatz.

Und als hätte der alte Seebär den Münstedtern in ihrer „U-Boot-Krise“ diesen Aphorismus eingeflüstert, machten fröhlichen Dörfler am Samstag aus der Krise kurzerhand eine Tugend und luden ein zum ersten „Münstedter Hafengeburtstag“ in die „Münstedter Marina“.

Hintergrund ist, dass während des Starkregens vor genau einem Jahr der Grundwasserspiegel im Ort genau dort stark stieg, wo seit knapp zehn Jahren auf Gemeindegrund eine zunächst befüllte, aber dann entleerte und nicht wieder aufgefüllte Löschwasserzisterne vergraben war und dieses Ungetüm deswegen wie ein U-Boot ans Tageslicht stieg.

Wie nicht anders zu erwarten, fehlt der Gemeinde Ilsede der nötige mittlere fünfstellige Betrag, um das Problem entweder wieder ordnungsgemäß zu versenken oder zu entfernen.

Und so erhoben die Münstedter den unansehnlichen Havaristen nun von einem Schandfleck zu einer Attraktion – besonders deswegen, weil Dorfhumoristen den riesigen Zylinder mit dem typischen Turm zum „U-Boot“ aufhübschten.

Und was liegt dann näher, die „Liegestelle“, in der Münstedter Bahnhofstraße ohne Bahnhof kurzerhand in eine „Hafenstraße“ mit „U-Boot“ umzubenennen und wegen des nahegelegenen Pisserbaches als Zufahrt, gleich eine „Marina“, also einen, wenn auch nur gedachten, Yachthafen einzurichten?

Zahlreiche Münstedter waren zum „Hafengeburtstag“ gekommen.

So, um eine naturgegebene Attraktion reicher, feierten also die Münstedter am Samstag als zünftige Freizeitkapitäne ihren ersten Hafengeburtstag mit Seemannsliedern und sowohl geistvollen Redebeiträgen (Fabin Opitz als Chef des Münstedter Fastnachtsclubs), geistigen Getränken und üppigen Speisen so, wie man in Münstedt gerne feiert: lustig und fröhlich.

Wozu übrigens auch eine zünftige Schiffstaufe gehörte: Karin Böker salbte die neue Münstedter Attraktion wie es sich gehört mit wuchtigem Schwung und platzender Sektpulle.

Zu wünschen bleibt, dass sich die Münstedter mit dem nun erkorenen rostigen Dorf-Glanzstück eine neue humorvolle Dorf-Tradition geschenkt haben, die – mit oder später auch ohne Zisterne – aus Gründen des gemeindlichen Zusammenhaltes unbedingt gepflegt gehört. Zumal bereits der 1928 in Münstedt geborene und dort 1990 auch verstorbene deutsche Schlagerstar Will Brandes bereits in den 1950er-Jahren den „Chic und den Charme“ von „Marina, Marina, Marina“ als der Schönsten der Welt zum Evergreen machte. Also: Münstedt – Ahoi!

Von Ulrich Jaschek

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