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Hermann Fricke heizt ein

Ölsburger Hobby-Tüftler Hermann Fricke heizt ein

Er war jahrelang Lokführer der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter und privat begeisterter Camper. Doch vor allem ist Hermann Fricke Erfinder. Jetzt hat der Ölsburger einen umweltfreundlichen und sparsamen Ofen entwickelt.

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Das unscheinbare Kraftpaket: Hermann Fricke aus Ölsburg hat den wirkungsvollen und umweltfreundlichen Ofen selbst entwickelt. Geholfen hat ihm der befreundete Fachmann Harald Kappenberg. Insgesamt zwei Jahre haben die beiden Tüftler daran gebastelt.

Quelle: mu

Ilsede-Ölsburg . Unscheinbar sieht er aus. An der Wand eines kleinen Raumes im Haus des Ölsburgers Hermann Fricke steht ein cremefarbener Ofen mit einer Front aus Metall und Glas. Durch das Sichfenster sieht man die Flammen lodern, das Holz knackt leise. Eine wohlige Wärme durchflutet den kleinen Raum. „Der heizt ganz schön ein, oder?“ sagt Fricke und lehnt sich zufrieden zurück.

Der Ölsburger hat den Ofen selbst entwickelt. Über zwei Jahre hat er daran getüftelt. Doch es hat sich gelohnt. Weil der Ofen besonders sparsam und umweltfreundlich ist, hat sich die namhafte Herstellerfirma Hark die Rechte an der Entwicklung gesichert. Darauf ist Fricke stolz. Dann erklärt der 72-Jährige seine Erfindung, die zum „Hark-57-WW“ geführt hat.

Der Ofen hat einen Warmwassereinsatz, der nur drei Liter führt. Während des Betriebes wird also auch Wasser erhitzt, das in den Kreislauf der Zentralheizung eingespeist wird. Das Besondere an Frickes Ofen liegt im verwendeten Wärmetauscher, der in sich gebogen ist. „Dieser war vorher der Feuerschirm“, erklärt der Ölsburger. Außerdem wird die Flamme im oberen Teil des Kamins mit einer ausgeklügelten Technik abgekühlt.

Resultat des komplizierten Verfahrens: „Der Brennstoff wird effektiver genutzt“, sagt Fricke und zeigt auf den weißen Ruß. „Bei vielen anderen Öfen ist der schwarz“, erklärt der 72-Jährige. „weil sehr viel Wasser im herkömmlichen System des Ofens war.“ Gebaut hat ihm den Ofen Harald Kappenberg, ein befreundeter Fachmann.

Dann spricht Fricke weiter über die thermische Ablaufsicherheit und die Pumpstation im Keller. Man merkt, er ist in seinem Element. Seine Augen glänzen. „Ich war früher Lokheizer, ich kenne mich damit aus“, sagt der 72-Jährige mit einem Schmunzeln.

Mit dem Ofen spart Fricke übrigens bares Geld. „Bestimmt so 700 Euro im Jahr“, erklärt der Ölsburger. Denn seine „eigentliche“ Heizanlage brauche er beinahe gar nicht mehr. Alles geht über den kleinen Ofen – ein wahres Kraftpaket also. Und dabei sieht er so unscheinbar aus...

Tobias Mull

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