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„Hepp, meine Mäuse“

Ilsede-Groß Bülten „Hepp, meine Mäuse“

Ungewöhnlicher Anblick: Heinz Ewald Poppinga ist zurzeit in seinem Element. Noch mehr Freude herrscht aber bei seinen vier Huskys. Die können in diesen Tagen den Schnee und die Ausfahrten mit dem Hundeschlitten bei weißer Pracht richtig genießen. Ein Erfahrungsbericht – mit Hindernissen.

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Heinz Ewald Poppinga jagt mit seinem Hundeschlitten-Gespann durch den Wald bei Groß Bülten. Vorn auf dem Holzgestell hat PAZ-Redakteur Thorsten Pifan Platz genommen.

Quelle: cb

Ilsede-Groß Bülten . „Shiva, links“, ruft Heinz Ewald Poppinga der Rudelführerin seines Hundeschlittens zu. „Nein, so weit links meinte ich nicht“, sagt er. Doch da ist Shiva schon im Gebüsch verschwunden. „Die Hunde haben dort etwas entdeckt, da haben wir keine Chance.“ Poppinga nimmt es mit Humor. Seine Huskys haben eben ihren eigenen Kopf – und gerade interessiert sie weniger der Spaß, den Schlitten zu ziehen. Sie haben einen Kaninchenbau entdeckt. „Da kann ich jetzt nichts machen.“

Der Groß Bültener wirkt ein bisschen hilflos, zerrt an der Schlittenleine, doch das Quartett ist gerade mit Schnuppern beschäftigt. Na gut, Rüde Loke nicht, der erledigt noch schnell ein Geschäft im Schnee. Da offenbar kein Kaninchen aus dem Bau herauskommt und das Loch für die Hunde zu klein ist, verlieren die Huskys bald das Interesse. Weiter geht es entlang des Groß Bültener Auflandeteiches. Poppinga feuert seine Tiere an: „Hepp, meine Mäuse, zuhause gibt es Leckerli.“

Das lassen sich die Hunde nicht zwei Mal sagen. Mit Volldampf – ihr Atem ist in der kühlen Winterluft zu sehen – pesen die Huskys um die Kurve. Der Schlitten gerät in eine gefährliche Schieflage. Der 49-Jährige steuert mit dem Fuß nach. Trotzdem nehmen wir wieder viel Schnee mit. Meine Hose weicht allmählich durch – aber das ist egal. Der Spaß zählt. Poppinga steht trockenen Fußes auf den Kufen des Schlittens. Ich habe auf dem Mitfahrersitz Platz genommen.

Ein wenig driftet der Schlitten bei der Tour rund um Groß Bülten nach links. „Das mag am Gewicht liegen“, sagt Poppinga. Ich denke an den leckeren Weihnachtsbraten. Zumindest Essbares scheinen auch die Huskys im Sinn zu haben, als ein Passant mit seinem Vierbeiner in der Ferne auftaucht. Die Hunde reißen an den Seilen. Der Hundebesitzer weicht mit seinem Vierbeiner aus. „Guten Tag – und danke schön“, ruft ihm Poppinga zu, als wir Hund und Herrchen passieren.

„Da vorn wird der Schnee tiefer, hoffentlich bleiben wir nicht stecken“, warnt der Groß Bültener. In diesem Augenblick stockt das Gespann auch schon. „Das schaffen wir“, sagt Poppinga und macht seinen Lieblingen Mut: „Hepp, meine Mäuse. Wo ist das Leckerli!“ Doch wir haben keine Chance. Der Schlitten muss erleichtert werden. Wir springen wieder auf – und stecken nach wenigen Metern erneut hoffnungslos fest. „Fußmarsch“, sagt Poppinga schmunzelnd. Er meint mich, er selbst fährt mit dem Schlitten voran. Ich stapfe hinterher.

Etwa 100 Meter weiter ist der Schnee nicht mehr so tief. Die Schlittenfahrt kann weiter gehen. Plötzlich scheren die Huskys aus. Mit gespitzten Ohren bleiben sie abseits des Weges stehen. „Davor haben sie tatsächlich einmal Angst“, sagt Poppinga. Uns kommt ein Räumfahrzeug mit mächtigem Schild entgegen.

Thorsten Pifan

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