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Heimatstube: Silbrige Kleinode für Damenfinger

Münstedt Heimatstube: Silbrige Kleinode für Damenfinger

Münstedt. Es war eine liebe Zeit als Ur-Ur-Großmutters Hab und Gut als hohes Gut die Generationen nach ihr erfreute. Die heutigen Ur-Ur-Enkel indessen bevorzugen allerdings statt des als unförmig und pflegeintensiv empfundenen Silberbestecks eher Speisewerkzeug aus kostengünstigerem Material.

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Heiligentag führte direkt vor Ort seine Tätigkeit vor.

Quelle: im

Diese Not hat Richard Heiligentag erkannt und sie zur Tugend erhoben. Um zu verhindern, „dass sich Silber im Schrank schwarz ärgert“ - also bei Nichtgebrauch schwarz anläuft - verwandelt er 100 Jahre alte Löffel und Gabeln kunstvoll und kreativ zu tragbarem Schmuck, den er gestern in der Münstedter Heimatstube präsentierte. Seiner Ehefrau verdankt er diese neue Gestaltungs-Leidenschaft. Sie ahnte, dass er als ehemaliger Feinmechaniker nicht nur über die erforderlichen Werkzeuge zur Umgestaltung, sondern auch über die nötigen künstlerischen Eingebungen verfüge.

Und so biegt und wickelt der 71-jährige Woltorfer aus Stielen von Kuchengabeln, Kaffee- und Eierlöffeln silbrige Kleinode für Damenfinger. Das ehemals hochgeschätzte und kostspielige Hildesheimer-Rose-Besteck, das einst über jeder Festtafel einen Hauch von Ewigkeit atmete, schmückt nun als Ring, Brosche oder Anhänger in unterschiedlichem Prunk Handgelenke, Dekolletees oder auch Kleidung.

Um das Anlegen dieser Stücke beispielsweise am Handgelenk zu erleichtern, versieht sie der Besteck-Verwerter mit speziellen Schließmechanismen, Haken und Ösen, wobei sein ganzer Ideenstolz einem Magnet-Verschluss gilt.

Apropos Idee: Die liefert ihm auch die Kundschaft, wie beispielsweise jene Besucherin, die „den Silber-Suppenlöffel, den meine Schwiegermutter damals während der Flucht mitgebracht hat“ nun gerne öffentlich und als Schmuckstück an sich selbst präsentieren möchte.

So verarbeitet, behauptet Heiligentag, lasse sich das historische Silberzeug wieder vererben, denn Kundinnen ließen sich heute generationsübergreifend von diesem Gepränge, insbesondere dem mit der Hildesheimer Rose, gerne locken.

„Die Pflege ist ganz leicht“, preist er seine Produkte, die überhaupt nicht anlaufen würden, „wenn sie jeden Tag getragen werden“.

uj

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