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Ilsede Heimatstube Bülten legt den Schwerpunkt auf den Bergbau
Kreis Peine Ilsede Heimatstube Bülten legt den Schwerpunkt auf den Bergbau
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20:00 11.10.2018
Die Figur des Bergmanns in einem angedeuteten Stollen ist das Herzstück in der Bültener Heimatstube. Quelle: Hendrik Denkmann
Bülten

Im Rahmen einer Serie über Heimatstuben und -vereine im Landkreis Peine soll die Arbeit der ehrenamtlichen Vorstände und Mitglieder gewürdigt werden. In diesem Teil geht es um die Heimatstube Bülten.

Dass nicht nur in Nordrhein-Westfalen die großen Bergbauarbeiten stattgefunden haben, sondern auch die Gemeinde Ilsede – vor allem mit dem Schacht Konrad im benachbarten Lengede und dem Schacht Emilie in Bülten – eine langjährige Grubentradition aufweisen kann, will der Heimat- und Bergbauverein unter Beweis stellen, der im Jahr 2002 gegründet wurde.

„Aus dem Bestreben, die Erinnerungen an den Bergbau zu erhalten, gab es erste Überlegungen zum Aufbau eines Bergbauvereins“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Heinz-Werner Pulina. Durch einst im Bergbau Beschäftigte wurden viele Gegenstände vor der Entsorgung gerettet und der Heimatstube gespendet oder leihweise zur Verfügung gestellt.

Einige der Exponate in der Heimatstube in der ehemaligen Schule – dem heutigen Bürgerzentrum – sind auch auf Leihbasis vom Kreismuseum ausgestellt. Die allgemeine Ausstellung zum alltäglichen Leben im Ort besteht ebenfalls zu einem erheblichen Teil aus gespendeten Objekten und Leihgaben.

Nachgebautes Bergstollen-Stück ist ein Höhepunkt

Den Schwerpunkt der Sammlung legt die Stube auf den Bergbau aus den Jahren 1860 bis 1976, maßgeblich aus der Zeit der bergbaulichen Hochzeit des Dorfes von 1935 bis 1970. „Mein absolutes Lieblingsstück ist der angedeutete Bergstollen, in dem ein Bergmann mit einem Bohrhammer steht“, schwärmt Pulina.

Zusätzlich sind an den Wänden verschiedene Gegenstände, die für die Arbeit unter Tage wichtig waren, angebracht. Neben einfachen Schaufeln sind hier auch Radiator- und Grubenlampen zu finden, die den Arbeitern damals das nötige Licht spendeten. Der Bergmann in der Ausstellung trägt seine klassische Arbeitskleidung, die aus dem Grubenanzug, dem Arbeitshemd und den Sicherheitsschuhen besteht. Dazu kommt ein Helm mit einer Kopflampe.

Die ersten Kopflampen bestanden aus einem am Lampenriemen zu tragenden Batteriekasten, der durch das Lampenkabel mit dem Kopfstück verbunden ist. Bis ins 21. Jahrhundert habe sich an dieser Bauweise nichts Grundlegendes verändert, so Pulina. Um weitere spannende Erfahrungen zu ermöglichen, öffnen er oder sein Vereinskollege Heinz Rogalski gern für eine Führung die Türen.

Von Hendrik Denkmann

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