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Gretchenfrage Denkmalschutz

Dampfzentrale Gretchenfrage Denkmalschutz

Im Juli entscheidet sich das Schicksal der Dampfzentrale – Abriss oder Nachnutzung: Dann soll das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur die Frage nach dem Denkmalschutz zweier Maschinen im ehemaligen Industriegebäude klären.

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Im Juli entscheidet das Wissenschaftsministerium über den Denkmalschutz zweier Maschinen in der Dampfzentrale.

Quelle: sip

Ilsede-Groß Ilsede. Dampfzentrale ja oder nein? Bei der Entscheidung um die Zukunft des ehemaligen Industriegebäudes wird der Denkmalschutz zur Gretchenfrage. Die zwei haushohen Maschinen, eine Turbine und ein Umformer, sind denkmalschutzwürdig – das hat ein Mitarbeiter des niedersächsischen Amtes für Denkmalpflege bescheinigt. Ob die Maschinen verbindlich unter Denkmalschutz stehen, und damit der Abriss der Dampfzentrale verhindert ist, soll die oberste Behörde für Denkmalschutz auf Landesebene klären.

„Die Frage des Denkmalschutzes ist sehr verworren und nicht abschließend geklärt“, sagt Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD). Gemeinsam mit Lahstedts Bürgermeister Klaus Dieter Grimm (parteilos) hat er bei einem Gespräch mit dem Landkreis die Angelegenheit an das Wissenschaftsministerium des Landes übergeben. „Die Entscheidung von ministerialer Ebene erwarten wir im Juli“, sagt Ilsedes Bürgermeister.

Der Hintergrund: Allein die Auslagerung der zwei Maschinen würde etwa 500.000 Euro kosten. Addiert mit den Abrisskosten, übersteigt das die von Land, Bund sowie Gemeinden Ilsede und Lahstedt gemeinsam bereitgestellten Städtebaufördermittel von etwa 800.000 Euro bei weitem. Ein Abriss erscheint aus Kostengründen dann eher unwahrscheinlich.

„Wenn das Ministerium aber gegen den Denkmalschutz entscheidet, bleibt es bei dem bereits vergangenes Jahr gefassten Beschluss für den Abriss der Dampfzentrale“, sagen Brandes und Grimm unisono.

Der Ilseder Rat kann die Entscheidung des Ministeriums beeinflussen – mit einer entsprechenden Stellungnahme: „Am Dienstag diskutiert der Verwaltungsausschuss intern, ob er sich gegen den Denkmalschutz aus Kostengründen einsetzt“, erklärt Brandes. Sollte sich der Rat nicht äußern, gelte das als Signal, dass die Gemeinde keine Bedenken gegen den Denkmalschutz erhebt.

Simon Polreich

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