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Giftig: Abriss unter Unterdruck

Ilseder Dampfzentrale Giftig: Abriss unter Unterdruck

Jetzt geht es an den Kern: Der Abriss der Ilseder Dampfzentrale geht voran und zwar unter Einsatz von Atemgerät und Schutzanzug. Gestern begann ein Abriss-Unternehmen aus Magdeburg, giftige Rückstände im Innenleben zu entfernen.

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Zugang nur per Schleuse: Die Ilseder Dampfzentrale wird zurzeit entkernt.

Quelle: cb

Ilsede-Groß Ilsede . Eine Schleuse trennt das Innere der Ilseder Dampfzentrale von der Außenwelt. Von außen ist kaum etwas zu erkennen, doch drinnen herrschen erschwerte Bedingungen: Eine Abriss-Firma aus Magdeburg entkernt seit gestern das Innenleben des alten Industriegebäudes, die Arbeiter sind gegen die giftigen Rückstände durch Schutzanzüge und mit Atemgeräten geschützt.

Künstliche Mineralfasern und Asbest heißen die beiden „Gegner“ des Abriss-Teams. „Diese giftigen Stoffe sitzen offensichtlich in den Dämmungen zwischen und an den Maschinenteilen“, erklärt Michael Grabsch, Geschäftsführer des Ilseder Planungsverbandes, „sie dürfen nicht eingeatmet werden.“

Damit die winzigen Gift-Partikel nicht nach außen dringen können, hat die Firma einen „Raum im Raum“ aufgebaut: Mit Kunstoff-Folie wurden die Räume von innen versiegelt. Außerdem hat die Firma im Haus einen Unterdruck erzeugt, damit die Partikel nicht frei im Raum herumschweben und sich erneut absetzen können.

„Etwa eine Woche ist die Dampfzentrale eingehaust, dann sind die Arbeiten im Inneren vorerst erledigt“, sagt Geschäftsführer Grabsch. Nach der Winterpause soll im Januar das Dach geöffnet werden, damit später die Maschinen – möglichst an einem Stück – herausgehoben werden können.

Gleichzeitig wird auf dem Ilseder Hüttengelände ein neues Haus entstehen: Innerhalb von nur zwei Monaten soll auf dem etwa 1130 Quadratmeter großen Gelände an der Straße „Zum Wasserturm“ eine Autopflege-Anlage mit drei Waschboxen, vier Staubsaugerplätzen und vier Parkplätzen gebaut werden.

Die Vorbereitungen laufen nach Angaben der Vechelder Firma „D&M-Carwash 24“ auf Hochtouren, damit bereits im Frühjahr 2010 mit dem Bau der Anlage begonnen werden kann. Die Eröffnung ist für Anfang April geplant.
Die Nutzung der Waschanlage soll dann von Montag bis Sonnabend in der Zeit von 6 bis 22 Uhr möglich sein. An Sonn- und Feiertagen bleibt sie geschlossen. Besonderer Höhepunkt soll die ganzjährige Nutzung sein, denn dank integrierter Fußbodenheizung ist das Waschen auch im Winter bis zu einer Außentemperatur von minus 16 Grad möglich.

An drei Standorten – in Peine, Vechelde und Cremlingen – gibt es bisher Anlagen der Vechelder Firma. Die Betreiber hoffen am vierten Standort in Ilsede auf eine große Nachfrage – vor allem durch die Nähe zum dortigen Supermarkt Lidl.

Simon Polreich

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