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Gemeinde betreibt Flüchtlingsheim Groß Lafferde selbst

Ilsede Gemeinde betreibt Flüchtlingsheim Groß Lafferde selbst

Es hat sich nicht mehr gerechnet: Der Landkreis Peine hat den Vertrag mit der Betreiberfirma des Groß Lafferder Flüchtlingsheims auslaufen lassen. Nun hat die Gemeinde Ilsede zum 1. Oktober den Betrieb übernommen und zieht ein positives Fazit.

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Das Flüchtlingsheim in Groß Lafferde wird seit dem 1. Oktober von der Gemeinde Ilsede betrieben.
 

Quelle: Archiv

Gross Lafferde.  Es hat sich nicht mehr gerechnet: Der Landkreis Peine hat den Vertrag mit der Betreiberfirma des Groß Lafferder Flüchtlingsheims auslaufen lassen. Nun hat die Gemeinde Ilsede zum 1. Oktober den Betrieb übernommen und zieht ein positives Fazit.

Bislang hatte die Gemeinde das Flüchtlingsheim an den Landkreis vermietet. Doch da dort nur noch 30 Personen – der Mehrzahl nach Geflüchtete mit und ohne Aufenthaltsstatus, aber auch einige Obdachlose – untergebracht sind, reicht die Belegungsquote für den Kreis nicht mehr. Ausgelegt ist das Heim für über 100 Personen – jeweils vier in einem Zimmer.

„Wir mussten uns also Gedanken machen“, sagt Hans-Joachim Föste von der Ilseder Gemeindeverwaltung. „Da war zum einen die Frage, was mit dem Gebäude passiert, wenn wir es nicht weiternutzen, zum anderen die Problematik, dass für die überwiegend männlichen Einzelpersonen schlecht Wohnraum zu finden ist.“

Für andere Betreiberfirmen war das Heim aufgrund der geringen Belegungszahl schlicht unrentabel. So entschied sich die Verwaltung, die Unterkunft selbst weiterzubetreiben.

Zu diesem Zweck wurde – zunächst befristet bis Jahresende – ein Hausmeister eingestellt, der als Ansprechpartner für die Bewohner zur Verfügung steht. „Wir konnten den Hausmeister der ehemaligen Betreiberfirma humancare übernehmen“, schildert Föste. „Die Leute kennen ihn also schon.“

Außerdem wurde für die Nacht eine Rufbereitschaft eingerichtet und die Präsenz der beiden Flüchtlingsbetreuer der Gemeinde verstärkt. Allerdings: Der Landkreis finanziert der Gemeinde ab 1. Januar 2018 nur noch eine Stelle, parallel dazu hat es sich ergeben, dass Flüchtlingsbetreuerin Vania Meier da Fonseca zum 1. November zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach Braunschweig wechselt.

Seit zwei Wochen läuft der Betrieb unter Regie der Gemeinde nun bereits, und Föste zeigt sich zufrieden. „Wir hoffen, dass es so weiterläuft.“ Auch eine Fortsetzung des Runden Tisches der Caritas, der sich um die Flüchtlinge in Groß Lafferde kümmert, sei vonseiten der Ilseder Verwaltung wünschenswert.

Von Mirja Polreich

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