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Geflüchteter ist jetzt anerkannter Hotelfachmann

Ilsede Geflüchteter ist jetzt anerkannter Hotelfachmann

Wie erfolgreiche Integration laufen kann, zeigt der syrische Flüchtling Hamad Al Jammal: Zum 31. Juli beendete der junge Mann frühzeitig seine Ausbildung zum Hotelfachmann, da er eine Gleichwertigkeitsbescheinigung erhielt.

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Hamad al Jammal mit seiner anerkannten Gleichwertigkeits-Feststellung.

Quelle: privat

Ilsede. Diese Urkunde bestätigt die Gleichwertigkeit des Hotelfachwesen- und Touristik-Studiums des 29-Jährigen, mehrerer Jahre Berufserfahrung und der einjährigen Ausbildungspraxis in Deutschland mit dem inländischen Ausbildungsnachweis „Hotelfachmann/-frau“.

Wie es dazu kam: Bei einem Praktikum in einem Peiner Hotel im Rahmen der Maßnahme „Perspektiven für Flüchtlinge“ der Arbeitsagentur zeigte Jammal gute berufliche Fähigkeiten. Daher wurde ihm eine Ausbildung zum Hotelfachmann angeboten, die er im August 2016 begann.

„Er ist immer äußerst zuverlässig bei jedem Wetter mit dem Rad zu seinem Ausbildungsbetrieb gefahren, da es zu den Arbeitszeiten keine Busverbindung gab“, so Stefan Ernst, Betreuer des Flüchtlings. Nachdem der junge Mann seine Originalunterlagen aus Syrien bekommen und mehrere Beratungsgespräche mit der Industrie- und Handelskammer geführt hatte, stellte der er einen Antrag zur Gleichwertigkeitsfeststellung, der nun positiv beschieden wurde.

Nach der Ausbildung begann Jammal einen Deutsch- und Integrationskurs, den er voraussichtlich im Oktober abschließen wird. „Herr Jammal spricht sehr gut Deutsch“, berichtet Ernst. Der Syrer ist auch dabei, den deutschen Führerschein zu machen.

Ein großes Problem ist allerdings, dass der junge Mann nur eine einjährige Anerkennung als Flüchtling bekommen hat. „Gegen das Urteil hat er Klage eingereicht. Der Prozess läuft, kann aber sehr lange dauern“, sagte Ernst.

Jammal floh im Jahr 2015 aus Swaida in Syrien nach Deutschland. In seiner Heimat gehört er zu einer religiösen Minderheit, wurde deshalb bedroht und entkam nur knapp einer Entführung durch die Rebellen. Deshalb entschloss er sich, sein Heimatland zu verlassen.

Im Oktober 2015 kam er nach Ilsede, wo er inzwischen in einer Wohngemeinschaft mit zwei weiteren geflüchteten Syrern lebt (PAZ berichtete).

Von Lena Brandes

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