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Ilsede Fuhsewiesen-Streit: Verwaltung kontert Oelke
Kreis Peine Ilsede Fuhsewiesen-Streit: Verwaltung kontert Oelke
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23:07 22.10.2009
Der „Graben des Anstoßes“ nahe der Klein Ilseder Fuhsewiesen wurde vom Realverband Klein Ilsede ausgebaggert. Quelle: mu
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Mit deutlichen Worten hatte Professor Hans Oelke als Vorsitzender der Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft das Vorgehen des Landkreises kritisiert. Weil ein Graben nahe der Klein Ilseder Fuhsewiesen auf Weisungen der Verwaltung neuerlich ausgebaggert und dabei nach Aussage der Arbeitsgemeinschaft ein wertvolles Biotop beschädigt worden war, drohte Oelke sogar mit rechtlichen Schritten.

Nun nahm die Kreisverwaltung ausführlich Stellung zu den Vorwürfen. Die Unterhaltungsarbeiten am Neuen Graben in Klein Ilsede durch den Realverband Klein Ilsede seien dringend erforderlich gewesen, weil der Regenwasserabfluss aus Klein Ilsede und die Standsicherheit des Bahndamms der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter nicht mehr sichergestellt waren.

„Die Arbeiten wurden nach den Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde mit einem Spezialgerät so schonend wie möglich erledigt“, erläutert der Pressesprecher des Landkreises, Henrik Kühn. „Außerhalb der Brut- und Setzzeit, rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit, so dass nicht zu befürchten war, dass sich Amphibien bereits zur Winterruhe eingegraben haben – außerdem konnten die Bäume am Bahndamm erhalten werden.“ Beanstandungen an der Ausführung der Arbeiten haben sich aus Sicht des Landkreises Peine nicht ergeben.

Auch den Vorwurf Oelkes, ihm würden Informationen vorenthalten werden, kontert der Landkreis. Der Biologe konnte nach Aussage des Verwaltung unter anderem das Gutachten zum Bahndamm einsehen. Selbstverständlich habe er auch Anspruch auf so genannte Umweltinformationen nach dem Umweltinformationsgesetz.

„Deshalb wurde Professor Oelke bereits mehrfach gebeten, dieses Ansinnen zu präzisieren. Dennoch bleibt es sein Wunsch, die Verwaltungsvorgänge in Gänze einsehen zu wollen. Ein solcher Anspruch ergibt sich aus guten Gründen aber keinesfalls aus dem Umweltinformationsgesetz. Immerhin beinhalten Verwaltungsvorgänge auch schutzwürdige, wie etwa personenbezogene Daten“, erläutert Kühn.

mu

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