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Ilsede Flüchtlinge bauten riesige Skulptur aus Schnee
Kreis Peine Ilsede Flüchtlinge bauten riesige Skulptur aus Schnee
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12:00 23.01.2016
Die Schneeskulptur sorgte bei strahlendem Sonnenschein und kühlen Temperaturen für viel Aufmerksamkeit auf dem Hügel vor der Ilseder Gebläsehalle. Quelle: jaw
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Die Flüchtlingshelfer der Groß Ilseder Gebläsehalle staunten nicht schlecht, als zwölf Bewohner nach Schaufeln und Schneeschiebern fragten. Welcher Plan dahinter steckte, konnten sie wenige Minuten später beobachten. Gemeinsam wurden in geringer Entfernung auf den Hügeln vor der Halle zwei meterhohe Schneeberge errichtet und zwei Skulpturen geformt.

Vor allem die eine bietet einen spektakulären Anblick: In ihr lässt sich deutlich eine Familie erkennen - Vater, Mutter, Kind. „Möglicherweise eine Flüchtlingsfamilie?“, fragten sich die Helfer. Etwas über zwei Meter groß steht sie nun auf dem Hügel, die Gebläsehalle zu ihrer rechten Seite, den Blick in Richtung Ilseder Kugelwasserturm gerichtet. Beim näheren Betrachten lassen sich fast Gesichtszüge in den lebensgroßen Figuren erkennen.

Der zweite Schneeberg wurde zu einem großen Schneemann. Hinter dieser spontanen Idee stand ein kleiner Wettbewerb, den die Erwachsenen und Kinder spielerisch umsetzten. „Als beide Skulpturen fertig waren, durften wir anderen entscheiden, welche gewonnen hat“, berichtet Khalid Alothman aus Syrien im Gespräch auf Englisch. „Die Wahl war nicht sehr schwer“, fährt er grinsend fort.

Seitdem sind beide Skulpturen Zentrum der Aufmerksamkeit, sowohl bei den Flüchtlingen in der Gebläsehalle, als auch bei den Spaziergängern auf dem Hochofen-Plateau, von dem aus die beiden imposanten Figuren gesehen werden können. Die zahlreichen Kinder, die auch beim Formen geholfen haben, spielen rund um die Figuren und rutschen mit Plastiksäcken den steilen Hang hinab. Schnee ist für die meisten auch nichts Neues: „Auch in Afghanistan und in Syrien schneit es mal“, klärt Alothmann auf.

Die Schöpfer der Figuren, die aus Syrien, dem Irak und Afghanistan stammen, konnten sich zu ihrem Werk leider nicht mehr äußern, da „sie Mitte der Woche weiter nach Peine gebracht wurden“, wie Flüchtlingshelferin Petra Heller erklärt. Generell zeuge die Skulptur aber davon, wie gut das Zusammenleben der unterschiedlichen Menschen in der Gebläsehalle klappt, so Heller, denn „daran haben alle gemeinsam gearbeitet“.

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