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Ilsede Bürgermeister will Kita trotz Fledermäusen bauen
Kreis Peine Ilsede Bürgermeister will Kita trotz Fledermäusen bauen
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20:32 10.10.2018
Hier soll die neue Kindertagesstätte in Groß Bülten entstehen. Quelle: Antje Ehlers
Gross Bülten

Grünes Licht gegeben hat die Ilseder Politik für den Neubau einer Kindertagesstätte (Kita) in Groß Bülten: Statt der ursprünglich geplanten Zwei-Gruppen-Einrichtung soll dort nun eine Kita mit zwei Krippen- sowie einer Kindergartengruppe entstehen. Allerdings wurden auf dem Grundstück geschützte Fledermaus-Arten festgestellt.

In der Nähe der Fläche leben Fledermäuse

Auf der Grünfläche nahe der Straße „Am Spring“ steht ein kleines Wäldchen. Die Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft hat bereits im Vorfeld der Planungen darauf hingewiesen, dass dort Fledermäuse vorkommen. Insgesamt vier Arten seien nachgewiesen, so Ilsedes Bürgermeister Otto-Heinz Fründt (SPD): Die Zwerg- und die Breitflügelfledermaus sowie das Große Mausohr und der Kleine Abendsegler. Alle vier stehen unter Schutz.

Hier soll die neue Kindertagesstätte in Groß Bülten entstehen. Quelle: Antje Ehlers

Ein Hindernis für den Bau der Kita sieht der Bürgermeister darin aber nicht. „Wir müssen sie nicht umsiedeln, es gibt auf der Fläche genug Bäume zum Nisten“, so der Verwaltungschef. Man wolle es bei der Standort-Entscheidung belassen. „Der Platz ist ideal, man kann die Turnhalle nutzen, und in unmittelbarer Nähe entsteht ein Dorfgemeinschaftsraum.“

Die Verwaltung stehe mit der Fledermaus-Problematik im Austausch mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Peine. Zusätzlich wurde ein Gutachten zum Fledermaus-Vorkommen in Auftrag gegeben. Dieses sei allerdings noch nicht fertiggestellt.

Änderung des Flächennutzungsplanes ist notwendig

Für den Bau der Kita muss der Flächennutzungsplan der Gemeinde geändert werden: Aus der rund 1800 Quadratmeter großen Grünfläche muss eine Gemeinbedarfsfläche werden. Bebaut werden sollen davon rund 750 Quadratmeter.

Der Zeitplan ist eng gesetzt: Noch im Winter sollen die Arbeiten für den Neubau ausgeschrieben werden, so dass diese im Frühjahr 2019 beginnen können. Anfang 2020 könnte die Kita dann in Betrieb gehen.

Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,6 Millionen Euro (statt vorher 1,41 Millionen Euro für die Zwei-Gruppen-Kita). Zur Verfügung steht ein Zuschuss der Landesschulbehörde in Höhe von 360 000 Euro.

Parkplatzsituation wird bedacht

Um die Parkplatzproblematik bei einer benachbarten Arztpraxis nicht zu verschärften, sollen die künftigen Kita-Mitarbeiter auf dem nahe gelegenen ehemaligen Schulgelände parken können. Weitere Parkplätze sollen auf dem Kita-Gelände entstehen. Insgesamt 15 Stellplätze sind vorgesehen.

Der Ausschuss für Bauen und Abwasser hat am Dienstagabend das Projekt geschlossen befürwortet, der gemeinsam tagende Ortsrat Groß Bülten empfahl es mehrheitlich.

Von Mirja Polreich

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