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„Fast eine Beleidigung der Fraktion“

Dampfzentrale Ilsede „Fast eine Beleidigung der Fraktion“

Nachbeben nach dem Donnerschlag: Unterschiedlicher könnten die Reaktionen auf Dieter Schikorras Austritt aus der Ilseder SPD-Fraktion in der Ilseder Politik nicht sein. Die PAZ fragte bei den Fraktionen und bei Werner Kirschner (SPD) nach.

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Das Gebäude teilt weiterhin die Lager im Ilseder Gemeinderat: Die Zukunft der Dampfzentrale ist seit langer Zeit Streitpunkt und spielt auch bei dem Austritt von Dieter Schikorra aus der SPD-Ratsfraktion die Hauptrolle.

Quelle: sip

Ilsede-Groß Ilsede . „Ich habe im politischen Leben gelernt, dass man Mehrheitsentscheidungen akzeptieren muss, ob nun ich oder jemand anders sie beeinflusst“, sagt Werner Kirschner (SPD) zu den Vorwürfen von Dieter Schikorra (SPD). Der hatte der SPD-Fraktion gestern vorgeworfen, sie laufe in der Mehrheit Kirschner „wie Lemminge“ nach. „Das ist fast eine Beleidigung der Fraktion, die aus selbstbewussten und kommunalerprobten Mitgliedern besteht. Ich weise jede unkorrekte Einflussnahme zurück.“ Den Ausstieg Schikorras aus der Fraktion empfinde er als nicht angemessen, die Summe von 122.000 Euro, die laut Schikorra als Architektenhonorar anfielen, hält Kirschner für eine „Fantasiezahl“. „Wir haben keinen Bauantrag, sondern einen Antrag zur Ermittlung von Baukosten angestrebt“, beteuert Kirschner. „Herr Schikorra hat das offensichtlich falsch verstanden.“

Günter Mertins von der CDU/FDP-Fraktion lobte Schikorras offene Worte: „Hut ab, Dieter Schikorra ist eine ehrliche Haut. Er ist zudem vertrauenswürdig und kennt sich als Maurermeister sowie als erfahrener Kreispolitiker sachlich und fachlich mit der Materie aus.“

„Ich möchte klarstellen, dass in der Gruppe SPD/Grüne/Rohne offen diskutiert wird, offener als in der ehemaligen Ratsgruppe mit CDU, FBI und FDP. Einen besonderen Einfluss von Werner Kirschner sehe ich dort nicht“, sagt Stefanie Weigand von den Ilseder Grünen. Außerdem spricht sie sich für den Erhalt der Dampfzentrale aus: „Warum können wir das Gebäude nicht einfach stehen lassen, ohne zu investieren? Ich glaube nicht, dass es bald zerfällt.“

„Ich drücke meine Hochachtung für einen geradlinigen Menschen aus und teile seine Bewertung zum Thema Dampfzentrale“, sagt Ilse Schulz von der FBI zu Schikorras Stellungnahme. Die Vorgänge um die Dampfzentrale seien volkswirtschaftlich nicht vertretbar. „Wesentliche Teile der Ilseder Kommunalpolitik werden von Werner Kirschner gemacht – das Klima im Rat ist derzeit unerträglich.“

sip

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