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Familie als Entwicklungshelfer nach Südamerika

Von Gadenstedt nach Peru Familie als Entwicklungshelfer nach Südamerika

Derzeit lebt die junge vierköpfige Familie Rosenkranz noch in Gadenstedt. Doch schon bald packen Jonathan und Mandy Rosenkranz mit den Kindern Luana Feline und Jaron Benaja die Koffer, um nach Peru zu ziehen. In dem südamerikanischen Land will das Ehepaar als Entwicklungshelfer an einer Schule und einem Kindergarten tatkräftige Unterstützung leisten.

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Mandy und Jonathan Rosenkranz mit Tochter Luana Feline und dem neugeborenen Sohn Jaron Benaja.
 

Quelle: Privat

Gadenstedt.  Noch ist Jonathan Rosenkranz als Deutsch- und Erdkundelehrer am Peiner Ratsgymnasium beschäftigt. Diese Tätigkeit möchte er beibehalten – nur der Ort ändert sich. Im November möchte er mit seiner Familie nach Peru auswandern, voraussichtlich für rund vier Jahre. Das erste Ziel ist die Stadt Arequipa, wo das Paar seine bereits vorhandenen Spanischkenntnisse auf Hochglanz bringen will. Dann geht es planmäßig im Mai 2018 weiter in das in 2600 Metern Höhe gelegene Curahuasi.

Dort gibt das 2007 fertiggestellte moderne Krankenhaus der christlichen Hilfsorganisation Diospi Suyana, 2014 stellte der Trägerverein den Bau einer Schule und eines Kindergartens in Curahuasi fertig. „80 Prozent der Bewohner sind Quechua-Indianer, die gesellschaftlich in Peru diskriminiert werden und sehr arm sind“, erklärt der 27-jährige Jonathan Rosenkranz.

„Wir haben uns gefragt: Sollen wir das wirklich wagen?“

Entsprechend schlecht sind die medizinische Versorgung und die Schulbildung – zur Verbesserung tragen die internationalen Helfer von Diospi Suyana maßgeblich bei. Erfahren haben Jonathan und Mandy Rosenkranz von dem Projekt von Bekannten, die als Helfer in Peru tätig sind. „Sie sagten uns, dass für die Kinder der Helfer noch dringend Deutschlehrer gesucht werden. Wir haben uns gefragt: Sollen wir es wirklich wagen? Und wie sieht es mit Arbeit für meine Frau aus?“, erzählt Jonathan Rosenkranz.

Als klar wurde, dass Mandy Rosenkranz als Erzieherin und Konzeptleiterin am Kindergarten in Curahuasi arbeiten kann, war die Entscheidung gefällt. „Es ist natürlich ein riesiger Schritt, der auch mit finanziellen Einbußen verbunden ist“, sagt der Lehrer, der in Peru nicht nur die deutschen, sondern auch die einheimischen Kinder in verschiedenen Fächern unterrichten wird. Als Entwicklungshelfer ist das Paar dann bei der Vereinigten Deutschen Missionshilfe (VDM) angestellt – ein so großer Verdienst wie als Lehrer in Deutschland bleibt da nicht. Wer das Paar mit Spenden unterstützen möchte, findet Infos dazu unter www.familie-rosenkranz-in-peru.de.

Der Verein Diospi Suyana

Der christliche Trägerverein Diospi Suyana wurde 2002 in Thüringen gegründet. Zu den Aufgaben zählen die Koordination der notwendigen Maßnahmen zur Errichtung und zum Erhalt des Missionsspitals in Curahuasi. Die Mitglieder möchten ihre medizinischen, ökonomischen, technischen und sozialen Kompetenzen einsetzen, damit den Berglandindianern Perus geholfen wird. Rund 50 000 Privatpersonen und 180 Firmen haben den Verein bisher mit Spenden von über 20 Millionen US-Dollar unterstützt – nicht nur für die Errichtung des Krankenhauses, der Schule und anderer Einrichtungen, sondern auch für die Versorgung von bisher gut 125 000 Patienten. 140 peruanische Angestellte sind in den Bereichen Krankenhaus und Schule tätig, womit Diospi Suyana einer der wichtigsten Arbeitgeber im Bundesstaat Apurimac ist.

Von Dennis Nobbe

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