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Ilsede Erregung öffentlichen Ärgernisses: Ilseder muss 500 Euro Strafe zahlen
Kreis Peine Ilsede Erregung öffentlichen Ärgernisses: Ilseder muss 500 Euro Strafe zahlen
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06:00 25.01.2019
Vor dem Amtsgericht Peine wurde ein 20-Jähriger wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zu einer Geldstrafe verurteilt. Quelle: Foto: Archiv
Peine/Ilsede

Der ledige Angeklagte, der noch bei seinen Eltern wohnt, räumte die Vorwürfe weitgehend ein. Er gab an, dass er nackt draußen war und mit seinem Handy Fotos von sich für seine Partnerin gemacht hätte. Er bestätigte, dass es weitere Vorfälle dieser Art gegeben habe, ohne dass er dabei gesehen wurde.

Eine 61-jährige Zeugin bestätigte diverse unangenehme Vorfälle, die sie bereits von April 2018 an bei ihren regelmäßigen Hunderunden ab 22.30 Uhr immer wieder festgestellt habe. „Um den Nachbarschaftsfrieden zu erhalten, wollte ich das Geschehen aussitzen“, äußerte die Zeugin. Da es aber immer wieder zu exhibitionistischen Handlungen des Angeklagten gekommen sei, informierte sie ihren 26-jährigen Sohn und anschließend die Polizei, zunächst ohne Anzeige zu erstatten.

Am 5. September soll sich der Angeklagte der Zeugin völlig nackt bis auf rund einen Meter genähert haben. „Ich fand das abartig, wie sich der Angeklagte gerade befriedigte“, betonte die sichtlich berührte Zeugin. Nun erstattete sie Anzeige. Als zusätzlicher Zeuge bestätigte der 26-jährige Sohn die Aussagen seiner Mutter.

Seitens der Polizei wurde eine Gefährdungsansprache mit rechtlicher Belehrung mit dem Angeklagten geführt. Gegenüber der Polizei äußerte der junge Mann, dass er sich gern nackt zeige. Die Selbstbefriedigung stritt er jedoch ab.

Die Staatsanwältin sah in ihrem Plädoyer die Anklagepunkte aufgrund der glaubhaften Zeugenaussagen als gegeben an. Aus ihrer Sicht ergab sich die rechtliche Bewertung als öffentliches Ärgernis aufgrund exhibitionistischer Handlungen. Sie forderte als Geldstrafe 60 Tagessätze je 10 Euro, also 600 Euro.

Der Richter verhängte eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen je 10 Euro. Bei der Strafhöhe wurde das Teilgeständnis ebenso berücksichtigt wie die Tatsache, dass der 20-Jährige keine Einträge im Bundeszentralregister hat. Der Angeklagte muss die Kosten des Verfahrens tragen. Gegen das Urteil können innerhalb von einer Woche Rechtsmittel eingelegt werden.

Von Eckhard Bruns

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