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Energiewende: Chancen für den Kreis Peine

Ilsede Energiewende: Chancen für den Kreis Peine

Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus - und was bedeutet das für den Landkreis Peine? Über Fragen wie diese informierten sich gestern etwa 80 Gäste bei einer Veranstaltung des Energieversorgers Eon Avacon in der Ilseder Gebläsehalle.

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Foyer der Ilseder Gebläsehalle: Nach den Vorträgen der Experten gab es im Anschluss eine Podiumsdiskussion.

Gross Ilsede. "Die Energiewende ist ein Thema, das fast ausschließlich den ländlichen Raum betrifft", erklärte Cort-Brün Voige, Bürgermeister der Samtgemeinde Rethem und Sprecher der "100 Prozent Erneuerbare-Energien-Region Aller-Leine-Tal".

Früher hätten Kraftwerke in städtischen Ballungszentren den ländlichen Raum mit Strom versorgt. Dieses Verhältnis kehre sich nun um: Durch die kompakte Fläche besäßen Städte für erneuerbare Energien kaum Potenzial.

"Für ländliche Räume bietet die Energiewende große Chancen", so Voige. Dazu gehörten unter anderem neue Arbeitsplätze, höhere Steuereinnahmen und langfristig sinkende Energiekosten.

Für das Stromnetz bedeutet die aktuelle Entwicklung eine große Herausforderung: Durch die Vielzahl der Strom-Einspeiser brauche man ein dynamisches System, um Spannungs-Schwankungen zu vermeiden. Andernfalls könne es bei Überversorgung geschehen, dass Endgeräte der Kunden zerstört werden.

"Um die Netze fit zu machen muss Eon bis 2021 im gesamten Versorgungsgebiet 915 Millionen Euro investieren", sagte Johannes Schmiesing, Leiter der Netzentwicklung Strom. Auf den Landkreis Peine entfallen dabei 30 bis 40 Millionen Euro. Besonderen Handlungsbedarf gebe es im Gebiet von Plockhorst bis Wendeburg sowie in der Gemeinde Hohenhameln.

Im Anschluss an die Expertenvorträge folgte eine Podiumsdiskussion. Dabei betonte Christian Schwarzenholz vom niedersächsischen Umweltministerium die Bedeutung der Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar. Ferntransportleitungen zu Ballungszentren im Süden seien "eine der dringendsten Aufgaben überhaupt". Darüber hinaus brauche es weiter klassische Kraftwerke, um die Versorungssicherheit zu gewährleisten.

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