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Ilsede Einigung im Kugelwasserturm-Streit
Kreis Peine Ilsede Einigung im Kugelwasserturm-Streit
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23:15 29.10.2014
Friedensgipfel: (von links) Otto-Heinz Fründt, Ernst Christoph Hempel und Klaus Grimm vor dem neuen Domizil der Trommelakademie. Quelle: mu

„Turm-Besetzer“ Ernst Christoph Hempel nahm ein Angebot von Ilsedes Bauamtsleiter Otto-Heinz Fründt an, die gemieteten Räume unter dem baufälligen Industriedenkmal zu verlassen und mit seiner Trommelakademie in das ehemalige Schwimmmeister-Haus in Gadenstedt umzuziehen.

Sechs Tage hatte Hempel in seinem „freiwilligen Gefängnis“ verbracht - als die Gemeinde Ilsede den Turm aufgrund einer Verfügung des Landkreises am Freitagvormittag absperrte, hatte sich der Lahstedter kurzerhand einzäunen lassen. Mit der Aktion wollte er dabei nicht nur gegen die Räumung der Trommelakademie protestieren, sondern auch auf die unklare Zukunft des Industriedenkmals aufmerksam machen. „Ich finde gut, dass jetzt wieder über den Turm gesprochen“, wird sagte Hempel und dankte Fründt für das Bereitstellen eines Ausweichquartiers.

„Wir haben uns immer um eine Lösung der Situation bemüht“, erklärte Fründt, der sich sichtlich freute, dass dieses Drama nun endlich endete. Beide Seiten betonten jedoch, dass es sich um eine vorübergehende Lösung handele, um die Zeit der Ungewissheit über die Zukunft des Turms zu überbrücken. „Ich würde gerne zurück auf das Hüttengelände ziehen“, sagte Hempel - und Fründt unterstrich, dass er sich gut vorstellen könne, dass die Trommelakademie dort wieder einziehe. „Das Problem ist der Turm“, erklärte der Bauamtsleiter.

Das Industriedenkmal ist baufällig, die Gemeinden als Eigentümer des Turms haben jedoch mehrfach klargestellt, kein Geld für die Sanierung zur Verfügung stellen zu können. „Da gibt es klare politische Beschlüsse in beiden Räten“, ergänzte Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm, der die gefundene Lösung im akuten Kugelwasserturm-Streit voll unterstützt.

Hempel soll nun ausreichend Zeit gegeben werden, die Zelte seiner Trommelakademie unter dem Kugelwasserturm abzubrechen und in Gadenstedt direkt neben dem Freibad wieder aufzubauen. Fründt sicherte bei Bedarf sogar die Unterstützung der Gemeinde zu. „Ach, das ist gar nicht nötig. Ich bin froh, dass wir nun eine Lösung gefunden haben“, sagte Hempel, der sogleich die neuen Räumlichkeiten inspizierte. Spätestens zum neuen Jahr soll der Umzug dann abgeschlossen sein, der Turm bleibt nun bis auf Weiteres eingezäunt.

mu

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