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Ilsede „Ein ergreifendes Ereignis!“
Kreis Peine Ilsede „Ein ergreifendes Ereignis!“
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20:08 19.07.2009
US-Astronaut Edwin „Buzz“ Aldrin wird 1969 von seinem Kollegen Neil Armstrong – er ist im verspiegelten Visier zu erkennen – bei seinen ersten Schritten auf dem Mond fotografiert Quelle: dpa

Ilsede-Groß Ilsede. Heute vor 40 Jahren setzte Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond. In Deutschland war dieses Ereignis live im Fernsehen zu sehen. Reinhard Woltmann vom Peiner Astro-Stammtisch schaute damals zu. Heute erinnert sich der Ilseder an dieses große Ereignis.

„Diese Erinnerung geht nicht verloren“, sagt Reinhard Woltmann, während er auf die Bilder auf seinem Laptop blickt: Sie zeigen scharf gestochene Fotos von der ersten Mondlandung vor genau 40 Jahren, am 20. Juli 1969. Der 59-jährige Woltmann, Mitglied des Peiner Astro-Stammtisches und Groß Ilseder, kennt sich etwas aus in der Galaxie, blickt gerne durchs Teleskop ins All und hält Vorträge über die Geschehnisse im Weltraum.

Die persönliche Initialzündung für all das sei zum großen Teil der Moment gewesen, an dem Neil Armstrong als erster Mensch den Fuß auf den Mond setzte: „Das war schon geil“, sagt Woltmann, während er sich im Internet ein Video mit dieser Szene nochmal anguckt.

Wo er die Landung „miterlebt“ hat, weiß Woltmann noch ganz genau: „Ich war damals 19 Jahre alt und leistete gerade meine Zeit bei der Bundeswehr in Holzminden ab“, erinnert er sich, „ein Stubenkamerad hatte einen kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher mit zwei Funkantennen, und so konnten wir nachts um 3.56 Uhr die Landung live miterleben.“ Da war in Deutschland bereits der 21. Juli angebrochen.

Das sei „wirklich ergreifend“, erinnert er sich, „das Ereignis schlechthin!“ Die Mondlandung habe damals nicht nur bei ihm, sondern auch bei seinen Bundeswehrkollegen Begeisterung ausgelöst: „Wir waren alle total begeistert. Der Mond war bis zu diesem Zeitpunkt eher weniger von Interesse, doch dieser Tag hat auch den Blick auf die Dinge außerhalb der Erde geöffnet.“

Auch heute noch helfe ihm der Blick durchs Teleskop, die Dinge weitsichtiger zu betrachten: „Wenn man ferne Planeten, Nebel und Galaxien sieht, begreift man, wie klein die Erde und der Mensch eigentlich sind. Das Universum ist unfassbar riesig, und wir kloppen uns hier unten – dabei sind unsere Probleme im Verhältnis doch so klein“, sagt er lächelnd.

Im Moment der Mondlandung habe Woltmann an seine Großmutter denken müssen: „Sie hat vorher gesagt: Der liebe Gott wird nicht zulassen, dass der Mensch auf dem Mond landet.“ Vielen Menschen sei damals die kirchliche Vorstellung von der Erde als Mittelpunkt der Schöpfung noch einverleibt gewesen. „Danach hab’ ich meine Großmutter noch einmal darauf angesprochen. Sie sagte, die Mondlandung sei nicht echt gewesen“, sagt Woltmann grinsend.
Er sei dagegen von der Echtheit der Mondlandung überzeugt, betont er: „Die hat 100-prozentig stattgefunden. Sonst hätte sich nicht zuletzt auch die Sowjetunion, die sich ja damals im Weltraum-Wettlauf mit den USA befand, gemeldet.“ Die ersten Bilder von der Landung zweifelt er aber ebenfalls an: „Die Filmaufnahmen von Armstrongs berühmten ersten Schritt, sind von außen aufgenommen – wo soll denn die Kamera befestigt gewesen sein? Die Aufnahme könnte möglicherweise auf der Erde gedreht worden sein“, vermutet Woltmann.

An der Größe des Augenblick schmälere das allerdings nichts, auch wenn die Flüge zum Mond später aufgehört hätten. „Dann kam der Vietnam-Krieg und eine neue Regierung in den USA, die andere Interessen hatte und der NASA weniger Geld zur Verfügung stellte.“ Inzwischen werde die Forschung aber wieder vorangetrieben: Mars- und Mondprojekte sind in Vorbereitung: „Es geht allerdings immer auch darum, Bodenschätze zu erschließen“, kritisiert Woltmann, „wir sollten es lieber schaffen, unseren eigenen Planeten zu bewahren.“

Weitere Infos zum Astro-Stammtisch unter www.astro-stammtisch.de im Internet.

Simon Polreich

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