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Ilsede Ein Praktikum im Sterne-Restaurant
Kreis Peine Ilsede Ein Praktikum im Sterne-Restaurant
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21:00 30.10.2015

„Es ist unheimlich wichtig, so etwas zu machen“, hebt Hartwig hervor, und einen besseren Fürsprecher als seinen Sohn, der die Restaurants „Garden“ und „Atelier“ im „Bayerischen Hof“ leitet, hätte er sich kaum wünschen können. Trotzdem ging es für den 58-Jährigen, wie für alle Küchenmitarbeiter des Nobel-Hotels, zunächst ins Personalbüro, wo Personalausweis, Gesundheitszeugnis und Probe-Arbeitsvertrag vorzulegen und zu unterzeichnen waren.

Anschließend ging es zum Umziehen in die wohl größte Umkleide, die Hartwig bislang gesehen hat. „In dem Hotel arbeiten 700 Leute, das ist eine Stadt für sich. Es gibt eine Wellnessfarm, ein Kino und ein Theater.“ Und sieben Restaurants. Dort erwartete Hartwig jede Menge Arbeit, gleichzeitig aber auch viel Spaß und ein entscheidender Vorteil zu seinem sonstigen Berufsalltag: „Ich hatte keine Verantwortung.“ Die nämlich lag in den Händen von Sohn Jan. „Wir verstehen uns sehr gut, und wir haben es genossen, zusammen am Herd zu stehen“, freut sich Vater Michael. Zusammengearbeitet habe das Duo immer mal wieder, dann allerdings war Michael Hartwig der Chef.

Der Rollentausch funktionierte reibungslos: „Er ist der Chef, und es wird so gemacht, wie er es gern hätte“, sagt Michael Hartwig und lacht. „Klar wird hinterher mal diskutiert, aber während der Arbeit geht das auf keinen Fall. Dafür ist auch gar keine Zeit.“

Besonderes Gewicht legte Hartwig bei dem Besuch auf Süßspeisen: „Da habe ich ein großes Manko, weil ich mich mehr für Fleisch und Soßen interessiere.“ Also backte er in der Patisserie Kuchen, machte sich Notizen, fotografierte und durfte sogar Rezepte abschreiben. Am meisten begeistert hat den Adenstedter Koch und Restaurant-Fachmann, der das Odinshain in Adenstedt, das Hartwig’s in Groß Ilsede und einen Partyservice betreibt, dass „dort nichts weggeschmissen wird, aus jedem Gemüsefitzel wird noch etwas gemacht.“ Viele Eindrücke hat er nun mit nach Hause gebracht: „Es war eine tolle Woche und sehr schön, junge Menschen zu sehen, die ihren Beruf mit viel Leidenschaft ausüben - ohne auf die Uhr zu gucken und ohne zu fragen, was sie dafür bekommen.“ Und sicherlich wird in Zukunft wohl auch das ein oder andere mitgebrachte Rezept in der Adenstedter Küche Verwendung finden.

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