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Ilsede Der Groß Lafferder Pastor Burkhard Kindler ist tot
Kreis Peine Ilsede Der Groß Lafferder Pastor Burkhard Kindler ist tot
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15:30 28.08.2018
Pastor Burkhard Kindler bei einem Gottesdienst in der Groß Lafferder Kirche. Quelle: Archiv
Groß Lafferde

Der langjährige Groß Lafferder Pastor Burkhard Kindler starb am Montag überraschend wenige Tage vor dem Ende seines Berufslebens: Am 1. September wollte er in den Ruhestand gehen.

Kindler wurde am 8. Januar 1953 geboren. Schon früh engagierte er sich in der Kirche, leitete Jugendgruppen, war bei den Pfadfindern. Als der Jugenddiakon in die Hermannsburger Mission ging, folgte ihm Kindler. „Aber das war mir zu eng. Ich bin ja quasi Alt-68er“, sagte er vor kurzem in einem Interview mit der PAZ. Er entschloss sich, Theologie zu studieren und eine akademische Laufbahn anzustreben.

Pfarrer mit langen Haaren und Bärtchen

Als die Landeskirche ihn bat, eine Pfarrstelle in Einbeck-Hullersen zu übernehmen, änderte Kindler seine Pläne. Für einen Pfarrer hatte er damals ein ungewöhnliches Aussehen: lange Haare, Bärtchen, Schlaghose. Mit 25 Jahren war er damals einer der jüngsten Pastoren der Landeskirche.

Als seine erste Ehe in die Brüche ging, wurde der junge Pastor 1983 versetzt. Er erstritt das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn. Als alleinerziehender Vater hatte er Schwierigkeiten, eine Gemeinde zu finden. Doch der junge Vater bekam eine Chance: in Groß Lafferde.

Gemeinde war sehr hilfsbereit

„Es dauerte keine drei Wochen, da wusste ich die Kirchengemeinde hinter mir. Wir bekamen Essen geliefert, es gab Geschenke für den Kleinen, der Frauenkreis putzte sogar die Fenster im Pfarrhaus. Die Gemeinde war sehr hilfsbereit“, sagte Kindler im Gespräch.

Vier Jahre später heiratete er seine zweite Frau Talea, mit der er vor kurzem nach Edemissen gezogen ist. Das Paar bekam zwei weitere Kinder. Insgesamt war Kindler 34 Jahre in Groß Lafferde tätig, 2004 kam auch Lengede dazu. Zudem hat er sich viele Jahre in verschiedenen kirchlichen Gremien engagiert.

„Ich bin in meiner Arbeit aufgegangen“, sagte er gegenüber der PAZ. Er wollte auch im Ruhestand Pastor und Theologe bleiben und als Vertreter einspringen – doch dazu sollte es leider nicht mehr kommen.

„Wir erinnern uns an jemanden, der Pastor war aus vollem Herzen, an einen Menschen auch mit Ecken und Kanten, streitbar in der Sache und leidenschaftlich“, heißt es im Nachruf des Kirchenkreises Peine.

Von Kerstin Wosnitza

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