Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Ilsede „Den Ruhestand kompensiere ich nicht durch Zaun streichen“
Kreis Peine Ilsede „Den Ruhestand kompensiere ich nicht durch Zaun streichen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 23.08.2014
Ilsedes Polizei-Chef a. D. Gerd Niebel mit Labrador-Rüde Enzo. Quelle: im
Anzeige

Das Du-bist-jetzt-nicht-mehr-dabei-Gefühl sei ihm ganz besonders schmerzhaft ins Herz geschossen, „als ich den Schlüssel zur Dienststelle abgegeben habe“, erinnert sich der Pensionär und nimmt einen tiefen Schluck Kaffee.

Nun hat der Mann gerade mal sechs seiner 44 Dienstjahre in Ilsede verbracht - „allerdings die schönsten davon“, sagt er immer wieder, und dass der Abschied von dieser „Mannschaft, die sich so grandios mit ihrer Aufgabe identifiziert“ nicht einfach war - ob Niebels Dienstzeitende nun absehbar war oder nicht. Jenes Team, das seinem Chef ein Abschiedsfest bereitet hat, das er wohl nie vergessen wird und dessen Einzelheiten er so minutiös schildert, als kehre er gerade davon zurück: Die Fahrzeugkolonne, die Stippvisiten bei seinen ehemaligen Dienststellen, das „unglaubliche“ Essen - und dass der Tag und die Nacht „nicht völlig tränenfrei“ verliefen.

Der „Tag danach“ erwischte den Polizisten a.D. kalt: kein Dienstplan, keine Struktur - stattdessen ein zeitliches Vakuum, das plötzlich „die gefüllten Auftragsbücher meiner Frau“ füllten. Taugte einst der Dienst als Rechtfertigung zum Rückzug, „komme ich damit nun nicht mehr durch“ sagt er, lacht und wird gleich wieder ernst: „Kein Netzwerk, keine Anrufe, keiner will mehr was - das kompensiert man nicht einfach durch Zaun streichen oder Bäume schneiden.“

Die gute Nachricht: Dieses erste Gefühl habe längst dem Glücksgefühl von Freiheit und Selbstbestimmung Platz gemacht. „Das genieße ich auch mit Kleinigkeiten wie dem späten Morgenkaffee auf der Terrasse“, fügt er hinzu, während Enzo, der vierjährige Labrador-Rüde, seinen Chef verträumt anschaut. „Der verschafft mir viel Bewegung“, sagt sein Herr, und dass die Verbindung zur „Dienststelle“ ja auch längst nicht abgerissen sei. Er kreuze zu den liebgewonnenen internen Treffen immer noch gerne auf - bis er („hoffentlich rechtzeitig!“) erkenne, dass die Kollegen mit den Augen rollen, wenn er in der Tür stehe.

Tipps für künftige Ruheständler? Er schüttelt den Kopf. „Durch den Ernstfall muss man durch“, wenn der Beruf eine Herzensangelegenheit war. Inzwischen sind Zäune gestrichen, Bäume geschnitten, Motorrad-Ausflüge und Campingurlaub erfolgreich absolviert.

Und endlich: Der Pensionär hat plötzlich alles wieder, was er so schmerzlich vermisst hat: Netzwerk, Dienstplan, Fremdbestimmung, Telefonläuten und ständige Alarmbereitschaft - aber auch eine „grandiose Mannschaft“: Seit wenigen Wochen ist Gerhard Niebel zweifacher Großvater der Zwillinge Max und Mia.

uj

Kreis Peine. Alle zwei Jahre bietet das Kinderferienprogramm Ilsede/Lahstedt einen Ausflug in die Feuerwehrzentrale in Peine an - und in diesem Jahr war es wieder soweit. Treffpunkt für die 25 Kinder war der ZOB in Groß Ilsede. Dort warteten bereits drei Mannschaftstransporter, die alle Jungen und Mädchen aufnahmen und nach Peine fuhren, gemeinsam mit „Mr. Ferienprogramm“ Martin Hoffmann und weiteren Betreuern.

20.08.2014

Groß Ilsede. Ihre Lebensfreude war ansteckend. Obwohl mit 39 Jahren unheilbar an ALS erkrankt, einer Krankheit, die das motorische Nervensystems immer weiter schwächt, steckte die Groß Ilseder Autorin Ulrike Westphal nicht auf. So rapide sich ihr körperlicher Zustand auch verschlechterte, dass sie sogar fast ihre Stimme verlor - sie begrüßte jeden Tag mit einem Lächeln. Doch am Ende war die Krankheit einfach stärker. Am Sonnabend ist Ulrike Westphal im Alter von 58 Jahren gestorben.

19.08.2014

Ilsede. Unterwegs nach Königslutter, Hötensleben und Harbke waren jetzt 43 Mitglieder und Freunde des Ilseder Kulturvereins. Dabei lernten und entdeckten sie allerlei Wissenswertes.

22.08.2014
Anzeige