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„Das ist eine idiotensichere Lösung“

Ölsburg „Das ist eine idiotensichere Lösung“

Kommt die Rettung für tausende Tiere im Golf von Mexiko aus Ölsburg? Der Tüftler Hermann Fricke präsentiert einen Plan, mit dem ein Durchbruch im Kampf gegen die Ölpest erzielt werden könnte.

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Das Foto zeigt einen ölverklebten Pelikan am Strand der Küste von Louisiana. Umweltschützer rechnen mit tausenden toten Tieren wegen der Ölkatastrophe.

Quelle: ap

Ölsburg . Die Idee kam ihm spontan. „Plötzlich war sie einfach so in meinem Kopf“, sagt Hermann Fricke aus Ölsburg. Sofort nimmt der 73-Jährige einen Stift und zeichnet die Lösung für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko auf. „Die ist idiotensicher“, unterstreicht der Tüftler aus Leidenschaft.

Und so sieht der Plan aus: Ein Bohrgestänge mit einem etwas kleineren Durchmesser als das geborstene Bohrloch wird zu Wasser gelassen und eingeführt. An der Spitze befindet sich ein Gewindeschneider, der ein Gewinde in das kaputte Rohr kratzt. Das eingeführte Rohr hat dabei selbst ein Gewinde und kann in das Loch gedreht werden.

„Dann braucht es oben nur noch ein Ventil und man kann das Öl abpumpen“, sagt Fricke. Der Ölsburger ist sich sicher, dass sein Plan funktioniert. Es wäre nicht die erste „Erfindung“ des rüstigen Rentners, der jahrelang Lokführer der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter war.

Für Aufsehen sorgte vor allem der Bau eines umweltfreundlichen Ofens. Die namhafte Herstellerfirma Hark sicherte sich damals die Rechte und entwickelte die Idee weiter.
Auch mit seinem Gewinde-Plan will Fricke Gehör finden. Er hat sich bereits an das Auswärtige Amt gewandt - allerdings ohne Erfolg. Über den CDU-Kreisverband soll seine Idee nun nach Berlin und hoffentlich auch nach Washington gelangen.

„Diese Katastrophe muss endlich gestoppt werden“, sagt der Ölsburger. Ihm tun vor allem die armen Vögel leid. Die bisherigen Versuche, das Leck zu schließen, möchte Fricke nicht kommentieren. „Meine Lösung wird funktionieren“, sagt der 73-Jährige. Klar – sie ist ja auch idiotensicher.

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Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Auslöser der Katastrophe ist eine Explosion auf der BP-Ölbohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko am 20. April. Zwei Tage später sank die brennende Bohrinsel und zerstörte die Rohr- und Pumpanlage am Meeresgrund. Seither strömten schon mindestens 75 Millionen Liter Öl ins Meer.

Vor dem Kappen der Steigleitung vor wenigen Tagen war erfolglos versucht worden, eine Kuppel über das gesamte Leck zu stülpen. Auch das Pumpen von Schlamm in die defekte Anlage brachte die Quelle nicht zum Versiegen. Neben diesen Rettungsversuchen wird seit Ende April an einer Entlastungsbohrung gearbeitet, die Druck aus der defekten Leitung nehmen und so den Ölstrom stoppen soll. BP gab die bislang entstandenen Kosten mit etwa 820 Millionen Euro an.

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