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Ilsede Das Wikbildgericht tagte zum 400. Mal
Kreis Peine Ilsede Das Wikbildgericht tagte zum 400. Mal
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20:35 06.02.2018
Martin Schwartz (links) und Jürgen Pohl wiegen Michael Take (Mitte) als einen der Neubürger ein.  Quelle: Dr. Nicole Laskowski
Münstedt

 „Münstedt, damals noch unter dem Namen Monigstide, wurde erstmals 1189 urkundlich erwähnt. Damals waren das ein paar Häuser – Wohnstellen – östlich des Woysts. Da sich das Bistum Hildesheim hier an der Hauptverkehrsstraße zwischen Braunschweig und Hannover aber größeren Einfluss verschaffen wollte, hat die Kirche ihr Land zur Verfügung gestellt, damit sich freie Bürger dort eine Existenz aufbauen konnten und sich dort ansiedelten“, erklärt Fabian Opitz vom Vorstand des Vesperclubs. So entstand das neue Dorf „Wikbild“. Das kommt von Weichbild, ein anderes Wort für „Siedlung“.

Lebte man dort, war man Wikbildmann auf Lebenszeit. Die Grundstücke konnten nicht verkauft werden und man war keinem Gericht unterstellt, sondern nur sich selber, also der Gemeinschaft der Wikbildmänner.

„Um das Zusammenleben zu organisieren, gab es das Wikbildgericht. Wahrscheinlich schon sehr viel früher als 1618, aber aus dem Jahr stammt das älteste überlieferte Protokoll. Wenn dann ein Wikbildmann, oder jemand der bei ihm gewohnt hat, Mist gebaut hat, wurde er von der Gemeinschaft angeklagt und es kam dann zur Verhandlung beim Wikbildgericht“, berichtet Opitz.

Heute sei das ganze eher eine lustige Angelegenheit, bei der Ereignisse aus dem Ort auf die Schippe genommen, dabei aber auch mit einem kritischen Blick betrachtet werden. So begann die Männerfastnacht schon am Nachmittag mit der Gemeindeversammlung, auf der Ortsbürgermeister Dieter Böker und Gemeindebürgermeister Otto-Heinz Fründt die Neuigkeiten aus der Lokalpolitik erklärten und sich Fragen der Anwesenden stellen.

Es folgten Berichte des Vorstands, das Wikbildgericht, das Einwiegen der Neubürger Sebastian Beck, Sven Zöbisch, Michael Take, Björn Spillner, Dirk Schleicher und Volker Veckenstedt sowie deren Taufe mit Woystwasser und ein buntes Programm.

Besonderer Höhepunkt im Jubiläumsjahr war die Übergabe der Jubiläumsscheibe. Unter 51 Schützen hatte Mike Heberle das beste Ergebnis erzielt und nahm freudestrahlend die von Reinhard Barleben geschnitzte Scheibe entgegen. Die fröhliche Feier ging dann im voll besetzten Saal noch bis in die frühen Morgenstunden weiter.

Am Samstag, 10. Februar, ab 20 Uhr steigt die Wikbildfete mit Liveband im Dorfgemeinschaftshaus. Karten kosten 10 Euro.

Von Dr. Nicole Laskowski

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