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Das Geläut zu Speyer im Herzen von Ilsede

Ilsede Das Geläut zu Speyer im Herzen von Ilsede

Groß Ilsede. Kirchen haben gegenüber herkömmlichen Konzertsälen einen entscheidenden Vorteil: Sie können noch kurz vor Veranstaltungsbeginn mit unüberhörbarem Geläut unentschlossene Musikfreunde zur rechtzeitigen Teilhabe motivieren. Und so füllte sich St. Bernward in Ilsede mit jenen, die mit der diesjährigen „Ilseder Sommermusik“ dem Freizeitstress ein Schnippchen schlagen wollten.

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Zum Auftakt der Ilseder Sommermusik lauschten die zahlreichen Besucher unter anderem den Klängen des Posaunenchors Ölsburg.

Quelle: im

„Die Nähe Gottes lässt sich durch die Musik erfahren“ - so brachte es Diakon Wolfgang Miosga zu Beginn auf den Punkt. Eine musikalische Erholungsphase folgte so der nächsten, obwohl Organist Michael Schwenke mit dem „Offertoire“ von Cesar Franck zunächst ein musikalisches Ausrufezeichen setzte und die Konzertgemeinde anschließend an dem Choral „Du meine Seele singe“ beteiligte.

Der Posaunenchor Ölsburg, verstärkt durch Bläser des Auswahlchores Hildesheim, begleitete das singende Publikum, bevor Chorleiter Schwenke seine Cantorei aus Edemissen „dem Herren alle Welt“ von Thèodore Dubois mit Volldampf unter das Kirchendach jauchzen ließ - und so die Aufmerksamkeit für Musik vom Blech ebnete: Kompositionen von Albinoni und Vivaldi präsentieren die Bläser unter Schwenkes Leitung mal swingend-pastoral oder in feierlichem Big-Band-Sound.

Überhaupt Schwenke: Mal tippte er vor den Bläsern die Einsätze herbei, dann eilte er wieder auf die Empore, um mit kreativer Registrierung Orgelstücke zu präsentieren, auf die sich ungeübte Ohren erst einlassen müssen. Das Prèlude von Louis Vierne ist so eines und natürlich Gerard Bunks „Aeolsharfe“ mit dem der Komponist versucht, den Klang des durch Harfensaiten wehenden Windes auf der Orgel nachzuempfinden.

Verbindende meditative Worte trug Diakon Wolfgang Miosga bei, bevor es nach dem von der Cantorei vorgetragenen „Abendlied“ von Josef Rheinberger in eine fulminante Verlängerung ging: die Cantorei ließ zur Freude des Publikums das Geläut des hohen Doms zu Speyer mit Herz und Mund erklingen: „Hui, nun läut’ zusamm in Gottes Nam.“

uj

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